Michael Prütz, die "Mütze"und Sandra Maischberger (Foto: ARD)

 

 

 

 

 

 

Linke & Reiche

 

Klassenkrampf bei Maische:

Kevin allein aus dem Haus! 

 

Von PETER BARTELS

 

 Mir geht es mit meiner Klinik nur so gut, wie es meiner Putzfrau geht!“ 

Der Schöheits-Chirurg mit Künstlermähne ist zwar solariumbraun, aber wahrscheinlich nicht mal halb schön, wie die Männer und Frauen nach seiner Messer-Behandlung: Werner Mang (69) sagte bei Maisches Mitternachts-Marter nolens volens die Sätze des Abends …

 

Thema: „Attacke auf die Reichen: Beschimpfen, besteuern, enteignen?“ BILD-Bestman Josef Nyary: “Mittelschweres Neidbeben!“ Und: „Fehlt’s den Sozis mal an Dampf, hilft ein bisschen Klassenkampf!“

 

Kevin Kühnert (29), das SPD-Juso-Würstchen, das nach 9 Jahren (sic) sein Publizistik-Studium abbrach, dann 3 Jahre im Callcenter (??) „arbeitete“, seitdem bei den Sozen auf Politi-Schlaumeier macht, drohte  wiederholt aus der „Talk-Flaute“ (Nyary): „Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungsbaukonzerne“ … „Letzter Wink mit dem Zaunpfahl“ … „Wir können auch anders!“ … „Fünf Jahre alle Mieten einfrieren … Ohne Inflationsausgleich … Mit welchem Recht hat jemand mehr als zwanzig Wohnungen?“

 

Skalpell ohne Narkose

 

Ausnahmsweise des Beste zuerst, nicht zum Schluß. Zitate des Abends. Nyary: „Der Schönheitschirurg setzt das Skalpell ohne Narkose an …“

 

Mang: Die linke Szene lebt von Steuergeldern, die wir Reichen bezahlen …

Mang: Mit Enteignungen kommen Sie nicht weiter …

Mang: Bin kein Erbe!…Taxi fürs Studium…Reicher, aber Leistungsdemokrat … 

Mang: Merkels verfehlte Flüchtlingspolitik – viele versäumte Wohnungen …

Mang  zu Kevin: Wollen Sie in die DDR zurück? 

 

Dann Mang, der Barmherzige: „Sie sind ein gutaussehender, intelligenter junger Mann, der eine große Zukunft hat, aber …“  Seine Eitelkeit Kevin, der süße Schwuli dankt nicht, weint stattdessen:  Das ist Polemik! Sie führen eine globalgalaktische Diskussion!“ Und höhnt schniefend: „Ist das Ihr Vorschlag?“ Nyary nächtens ins Notebook: „Der Juso-Chef möchte lieber neue Schulden machen. Er ist gegen die schwarze Null, denn „bei 150 Milliarden Euro Investitionsstau“ will er „nicht nur auf die Bilanzsumme gucken.“

 

Vielleicht guckt das Kerlchen ja doch noch mal in den menschenverachtenden Juso-Antrag, Babys bis einen Tag vor der Geburt „wegmachen“ zu können?? Für wen eigentlich überhaupt? Für den häßlichen, ebenfalls schwulen SPD-Reserve-Oberst Kahrs bestimmt nicht …

 

Arme werden nicht reicher …

 

Marie-Christine Ostermann (41), blond, hübsch, rotes Jäckchen, trotzdem bei der gelben FDP und Unternehmerin, Lebensmittelbranche: „Arme Menschen werden nicht reicher, wenn man den Reichen noch mehr wegnimmt! … Bei Steuererhöhungen sind viele Arbeitsplätze futsch“. 

 

Das wußten sogar schon die alten Griechen, Mädel! Die Römer danach gingen trotzdem genau deshalb pleite und in die Ewigkeit. Wirtschaftspublizist Rainer Hank (66), ganz in Dunkel, ärgert sich über das schwarmgeistige Agitproptheater: „Ist das Ihre Vorstellung von Rechtsstaat, dass die Politik den Menschen sagt, wieviel Eigentum sie haben dürfen? … Was ist falsch, wenn man zu Geld kommt  ohne ein Verbrechen zu begehen?“

 

Ulrike Herrmann (55) von der „taz“ aber nett und adrett: „Man kann nicht die Reichen beschenken und sich hinterher wundern, dass kein Geld in der Kasse ist!" Natürlich weiß die Platin-Blondine ohne Jayne Mansfields Bluse, dass 25 Prozent der „Reichen“ 80 Prozent aller Steuern in Deutschland zahlen …

 

"Sozialsprühnebel und Moralhydranten"


 Schon den ganzen Abend redet der Mann mit der Schiebermütze, Michael Prütz (66): „Mietaktivist“, „Kreuzberger Demo-Dino“, hauptberuflich Alt-68er“  (Nyary: „Sozialsprühnebel aus dem Moralhydranten.“ Herrlich, Kollege!!). Also Prütz: „Alle Immobilien-Konzerne sind profitgierig“ … „Enteignung“ … „Entschädigung 1 Euro!“

„Pro Wohnung?“ schnappatmet Meischberger „Nein!“ zynelt der Versicherungsmakler: „Pro Konzern!“

 

Wieviel Miete zahlt die Dino-Mütze selbst? 1300 Euro, elf pro Quadratmeter, halbe-halbe mit Freundin, macht 28 Prozent vom Netto. Maische pikiert: „So genau wollten wir das gar nicht wissen“. Die Mütze: „Sie fragen, ich antworte!“  Jetzt muckt der Juso vom Callcenter gegen den eigenen Liebling Wowi auf: „Wohnungen verkauft, Infrastruktur verkauft - jetzt holen wir uns das wieder zurück; Volksentscheid, Bürgerbewegung!“ 

 

Die Mütze mault gleich mit: „Brutaler Kapitalismus! Sozialdarwinismus!“ Er erinnert sich  an seine Zeit als Balljunge beim vornehmen TC Rot-Weiß, wo ihm die arroganten Reichen die verdienten 50 Pfennig pro Stunde „nur mit Mühe gerade so rübergereicht“ hätten.

 

Der HERR ist ein Rächer, ja, ein Rächer ist der HERR, der es seinen Feinden nicht vergessen wird“ (Luther).

 


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