Weiße als Schwarze geschminkt: Verboten...                                           (Foto: WDR) 

 

 

 

 

 

Kartoffel-Kostüm

 

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Niiiieeemand!!Niemand ?

 

Von Gabriele Röhr

 

Karneval, Fasching… die tollen Tage ….Helau, Alaaf, die Narren sind los….Traditionen pflegen, ausgelassen feiern, das Unterste nach oben drehen, die Herren werden Knechte, die Knechte Herren. „Die Mächtigen und die Niederen sind gleichgeachtet.“ Schon in Mesopotamien vor 5000 Jahren feierte man so. Endlich mal ein anderer sein als im Alltag,  sich keinen Kopf machen müssen. Stopp!  Da war doch was ...   

 

„Negerköppe“ ! Geht gar nicht, ist obsolet, total rassistisch. Meint Marianne (Vorsicht-Doppelname) Bechhaus-Gerst. Am 20.1.2014 (Google) noch  „Außerplanmäßige Professorin, Uni Köln, Institut für Afrikanistik, Telefon …  E-Mail ... Sprechstunde: nach Vereinbarung. Sie warnt heuer vor rassistischen Kostümen, die alte stereotype Bilder bedienen. Auch Indianerkostüme seien problematisch. Es handele sich dabei um europäische Fantasien über eine Menschengruppe, die nichts mit der Realität zu tun haben. 

 

Als ob jemals jemand ernsthaft behauptet hätte, dass es beim Karneval um Darstellung der Realität geht. Gute Frau, es geht um Spaß, Freude - schon mal gehört ?! – um nichts anderes! Kölsch kurz aber kräftig: Spaß an der Freud

 

Aber die political correctness, dieses wunderbare Instrument zur Knechtung des braven Bürgers, sieht das natürlich anders und spürt dem blackfacing auch außerhalb der Karnevalszeit nach. Christliche, lang gepflegte Traditionen wie Sternsingen, Krippenspiele, der niederländische Zwarte Piet - all dies muss weg. Die schwarz bemalten Gesichter der weißen Darsteller gelten als Todsünde bei politisch korrekt Infizierten.

 

Guccis Guckloch

 

Sogar die Luxusmarke Gucci musste kürzlich - sich kleinlaut entschuldigend - einen Rollkragenpullover vom Markt nehmen, nachdem sich ein Sturm der beleidigten, politisch korrekten Empörung ob des 890 Dollar teuren Strickwerks über sie ergoss. Allerdings ist dieser Pulli auch recht  seltsam gestaltet. Beim Hochklappen des schwarzen Rollkragens wird der untere Teil des Gesichts bedeckt und lässt nur ein rot umrandetes Loch für den Mund offen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, aber hier bereits übles blackfacing zu verorten und damit Rassismus und Diskriminierung? Bei einem Rollkragenpullover?! Da lachen nicht nur die Hühner. Gack! Gack!

 

Aber als was geht denn nun der politisch korrekte Deutsche zum Karneval? Welches Kostüm?  Mit dem er keinen der üblichen Beleidigten diskriminiert?  Einfach ist das nicht! Besonders nicht für uns schuldbeladene schon länger hier Lebende. Es bleibt, wenn man es genauer bedenkt, als unverfängliches Kostüm… trarii traraa… eigentlich nur die „Kartoffel“. Denn die beleidigt nur uns Deutsche, also null Problemo. Nicht mal Veganer haben was gegen die  Knolle, die im übrigen viele Varianten bietet. Der kostümierenden Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt…

 

Merkels Suppe ist gefährlich

 

Pellkartoffel, Bratkartoffel, Kartoffelbrei, Kartoffelsuppe - à la Merkel (gestampft, nicht püriert), ist aber schon wieder  politisch….daher Vorsicht! Fritten? Unsere politisch korrekte Überlegung geht nach Belgien…. Neigt der gemeine Belgier zum Beleidigtsein? Eher nicht … But you never know….also auch hier behutsam in Sachen Pommeskostüm sein.

 

 Dringend zu beachten beim  Kartoffel-Kostüm sind die grünen (!) Teile der Kartoffel: Sie sind giftig, sie gilt es zu meiden!! Nicht nur bei der Kostümierung, liebe Mutter. Am besten also gleich ein Kartoffel-Kostüm ohne einen Tupfer Grün. Sicher ist sicher …

 

 Zu guter Letzt … Negerlein!

 

PS: Die Verfasserin dieser Zeilen wurde als kleines Kind von allen liebevoll und zärtlich „Negerlein“ genannt, weil sie im Sommer so schnell eine tiefe Sonnenbräune bekam … Ouups, sie hat es tatsächlich getan, sie hat dieses entsetzlich unkorrekte Wort geschrieben: Negerlein! Asche auf ihr Haupt!! Schon wieder ein Problem mit dem blackfacing …


Kommentare: 1
  • #1

    Vergessen (Samstag, 02 März 2019 12:13)

    Man könnte Karneval konsequenterweise durch eine Dankveranstaltung für Angela Merkels Grenzöffnung ersetzen. Dann wären Migranten, anders wie oft heute, auch gesellschaftlich einbezogen, - und Frauen mit Doppelnamen ersatzbefriedigt.