Heribert Prantl, der Hohepriester aller GRÜNEN und sonstigen Ungläubigen bei der ARD-Predigt (Foto: ARD)

 

 

„Missbrauch“

Aufstand der Götter gegen Gott 

 

Und wer der Kleinen einen ärgert, die an mich glauben, dem wäre es besser,

daß ihm ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er ersäuft werde im Meer,

da wo es am tiefsten ist“

 

Von PETER BARTELS


Matthaeus schrieb es im Evangelium, Markus und Lukas natürlich auch. Jesus hatte es gesagt, die Apostel überlieferten es in der Heiligen Schrift. Jeder auf seine Weise. Wer sich die Runde bei ANNE Will antat und nicht das großen Kotzen bekam, war tapfer, sehr tapfer: Es ging um Missbrauch der Kleinen in der Kirche. Natürlich der Katholischen Kirche. Die Kinder sind längst grau und alt geworden. Und eigentlich ging es nur um Kohle. Keine Almosen …


Thema: „Krisengipfel im Vatikan – wie entschlossen kämpft die Kirche gegen Missbrauch?“ Not lehrt Beten: BILD-Bestmann Josef Nyary tippte tapfer in die Tasten: „Der Papst spült seinen Augiasstall durch, aber nicht alle Hierarchen wollen wirklich büßen.“ Stephan Ackermann (55), der Trierer Weihbischof, „Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für sexuellen Missbrauch“, „windet sich im Wutfegefeuer“… Natürlich ging es um Moral. Aber unverhohlen eben auch und vor allem um Mäuse. Und natürlich nicht um das Kleingeld aus dem Klingelbeutel. Auch wenn die Kleinen längst groß geworden waren. Denn Kleingeld haben die meistens schon – um die 5000 Euro.


 Agnes Wich (65), Sozialpädagogin, dereinst Sexopfer eines (katholischen) Priesters ... Oder Matthias Katsch (55), Managementtrainer, vor allem Sprecher der Betroffenen-Organisation „Eckiger Tisch“, daselbst Sexopfer. Beide ließen schnell die Katze aus dem Beichtstuhl: Wir fordern richtige Entschädigungen!“ Heribert Prantl (65), Götze aller Gutmenschen der SÜDDEUTSCHEN  Alpenprawda, predigte prompt mit der Keule von der Kanzel: „Schlichtweg ein Witz, hier mit ein paar Tausend Euro zu kommen!“ … Mir ist bei der Papst-Rede fast der Griffel aus der Hand gefallen.“


Jesus, Maria und Josef 


… Ihr wißt es vielleicht nicht: Prantl nennt sich zwar Journalist, ist aber von Beruf Anwalt, Richter und Staatsanwalt. Und: Er sieht zwar aus wie ein in die Jahre gekommener Meßdiener, ist aber Ketzer, kein Kirchgänger. Und dieser Klugscheisser weiß natürlich, was die 2,26 Milliarden Christen auf der Erde nicht wissen: „Die Kirche steht in einer Jahrtausendkrise!“. „Sie braucht eine Jahrtausendreform!“ Und: „Die Rede des Papstes war Strafvereitelung!“ … „Das Fundament der Kirche wackelt, und man streicht an der Fassade herum“.


Dann geißelt der schreibende Staatsanwalt den Bischof: „Akten öffnen! Archive öffnen! Verschärfung des Kirchenrechts! Schuldige Priester entlassen! Missbräuche sind Gewalttaten und gehören massiv bestraft!“ Jawoll, tot oder lebendig: Schließlich werden ja auch 94jährige Nazi-Pförtner kurz vor der Kiste gestoppt, gnadenlos vor den Kadi gezerrt, damit sie sich 5 Jahre im Knast auf die Hölle in der Ewigkeit vorbereiten können. Mein ist die Rache, spricht Herr … Staatsanwalt!!


Nyary erbarmt sich … 


„Alle gegen einen? Der Bischof hatte wieder mal den härtesten Job.“  Tatsächlich winselt dieser schlapp mit Büßermündchen aber weissen Pfaffenkragen: in der Kirche „laufen die Uhren anders“, gebe es ein „anderes Empfinden“. Natürlich kommt Missbrauchsopfer Katsch gleich mit der Klatsche: „Papst Franziskus sei „zu kurz gesprungen“ … „das hat mich wütend gemacht“… „Wo sind die Regeln für die Aufarbeitung?“ Und wieder die schwarze Katze: „Was ist mit der Entschädigung?“  Je nun, was soll der Bischof (Bibel:„Aufseher“) denn groß zu seinem Chef, dem Sozialisten-Papst Franziskus, sagen?

Zum Glück ist ein Vertreter des Kaisers (*in) auch in der Runde: Johannes-Wilhelm Röhrig (59), auch Jurist, insbesonders „Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“. Nur Gott weiß, wie „unabhängig“ ein „Beauftragter“ des Kaisers (*in) sein kann. Und so eiert er denn auch: „Ich kann die Wut jedes einzelnen Betroffenen verstehen, der erwartet hat, dass sofort Beschlüsse getroffen werden. Aber jetzt geht es darum, dass ein Fahrplan aufgestellt wird: Täter bestrafen, Prävention verbessern, und auch bei verjährten Fällen muss das Unrecht anerkannt werden.“


„Die Hütte brennt!“


So ruft das Opfer Katsch in die Talkrunde. Und bei Nyary geht das Zoff-o-Meter los: „Der Hinweis des Papstes, es gebe Missbrauch etwa auch in Sportvereinen, sei Abwimmelei, wettert der Journalist … Keine andere Institution stellt einen solchen Überlegenheitsanspruch auf wie die Kirche!“ Nyary kann wohl nicht anders, stichelt  ironisch in den Laptop: „Höchstens vielleicht noch die Grünen?“ Der Bischof mit dem weissen Kragen wiegelt ab: „Der Papst hat nicht relativiert, im Gegenteil! Er hat gesagt, das mag woanders auch sein, aber bei uns ist es umso verwerflicher, weil Kinder und Jugendliche sich bei uns jemandem im Vertrauen anvertrauen, dass er sie zum Heiligsten führt!“ Klar, KNECHT des HERRN, knien müssen die Kleinen so oder so ...


Endlich schenkt Prawda-Pfaffe Prantl sich selbst Rosen für den Staatsanwalt: „Zöllibat, Frauenpriestertum: „Es müsste ein Aufstand ausbrechen!“ …  „Sie können doch nicht damit zufrieden sein, dass Frauen von den entscheidenden Positionen ausgeschlossen sind!“ … „Die sind doch Christen zweiter Klasse!“


Paulus, nach Petrus der zweite Säulenheilige in seinem 2. Brief an die Korinther: „Die Frauen aber sollen schweigen in der Gemeindeversammlungen … Sie sollen sich unterordnen … Wollen sie aber etwas lernen, sollen sie daheim ihre Männer fragen …“

Paulus in seinem 1.Brief an Timotheus, „meinen rechten Sohn im Glauben“: Denn „Adam wurde zuerst gemacht, dann Eva … Die Frau wird selig werden dadurch, dass sie Kinder zur Welt bringt …“ 

Paulus im selben Brief: „Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, maßvoll, würdig, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig … der gehorsame Kinder hat.“ Noch Fragen, Prantl, Pfaffen, Papst? 


 

Natürlich konnte Paulus vor 2000 Jahren nicht wissen, dass Gender dereinst sogar Gott auf die Guillotine schicken würden. Weil er alles falsch gemacht hat in jenen 7 Tagen der Genesis …


Kommentare: 1
  • #1

    Bernd Tesch (Donnerstag, 28 Februar 2019 09:52)

    Endlich! Ein echter Bartels. Große Freude.