Zwei vom Fruit-Team in Bonn: Vivian  und Buddy  (Foto: True fruits)

 

 

 

Tutti Frutti!

Liebe Dumme, wir werden Euch nicht den Hintern küssen

 

Von PETER BARTELS

 

Keuch! Würg! Schnapp! Deutschlands Zwangsempörte sind kurz vor dem Ersticken. Der Fruchtsaft-Hersteller  TRUE FRUITS will ihnen einfach nicht den Arsch küssen!! Prompt keift der “Kölner Stadtanzeiger”: “Werbung ohne Moral”. Und: “Profit mit rassistischen Motiven”. Dann schwadroniert der ergraute Schreiber Markus Schwerig: “Geschmacklos oder schon rassistisch? Und macht das wirklich einen Unterschied?” Null, Kollege, Du machst ihn …

 

Dabei haben die Safthersteller nur eine schwarze Flasche vom Mark genommen – den “Quotenschwarzen”. Nicht wegen des Shitstorms der Zwangsempörten: Weil sie sich einfach schlecht verkaufte! Der Reihe nach:

 

2006 sind “Inga, Marco & Nic” mit TRUE FRUITS gestartet. Erstes Jahr: 40.000 Euro Umsatz. Dann in Riesensprüngen sagenhafte 7,6 Millionen … 11,5 Mio … 29,5 Mio … 40 Millionen … 2017 schließlich 43 Mio. Die Smoothies der jungen Leute (Start Upper) hatten  “entscheidenden Einfluss” auf die Verdopplung des gesamten deutschen Smoothie-Marktes. Der explodierte 2015 von vorher 66  auf 123 Millionen, 2016  auf 159 Mio, 2017 auf immerhin noch 179 Mio. Euro. Inzwischen haben die Süßen Früchtchen 29 Mitarbeiter und 1 Hund; Jack Russel “Buddy” ist mindestens so hübsch, wie  die 15 Mädchen, die 14 jungen Kerlchen.

 

Die ACHSE DES GUTEN von Hendryk M.Broder hat sich ihrer gerade angenommen. www.bartels-news.de jetzt auch. Etwas gekürzt, trotzdem noch lang, aber es lohnt sich. Denn die jungen Leute vom beliebtesten Saftladen Deutschlands haben ihren ewigen Kritikern vom „Politischen Reinheitsgebot“ (Achgut) endlich mal aufs Maul gehauen. Die Schlimmste: Sie weigern sich immer noch, zu Kreuze zu kriechen, den Zwangsempörten den Arsch zu küssen 

 

Liebe Freunde, liebe Dumme …

 

uns erreicht zurzeit über die sozialen Netzwerke Kritik. Man wirft uns Rassismus, Sexismus oder gar die Förderung von „Rape Culture“ vor. Wir sind das regelmäßige Lamento einiger Zwangsempörter gewöhnt und entschuldigen uns bei allen, die davon ebenfalls zu Recht gelangweilt sind. Diesmal geht es um ein Best-of verschiedener Slogans, die schon ein paar Jahre zurückliegen. Dazu zählt auch unsere Kampagne, die wir 2017 in Österreich geschaltet haben, Plakattexte wie 

 

• „Schafft es nur selten über die Grenze“  

• „Noch mehr Flaschen aus dem Ausland“ 

 

Diese Kampagne war eine Kritik an der rechts angehauchten Politik Österreichs  (mögliche Schließung des Brenners wegen drohender Flüchtlinge). Das war natürlich keine Kampagne f ü r Fremdenfeindlichkeit. Beweis, das dritte Kampagnenmotiv: „Bei uns kannst Du kein Braun wählen“ (keine unserer Flaschen ist braun…). Stattdessen werden aber einzelne Motive ohne Sinn und Verstand rauskopiert, mit  Polemik, Hetze und Beleidigungen durch die Gegend geschickt. Seufz.

 

Unser Quotenschwarzer …

 

Im Zentrum der Kritik wieder ein Motiv aus 2016, die  schwarze Flasche, Headline „Unser Quotenschwarzer“. Anlass: Die Diskussion über die Einführung einer Frauenquote in Führungspositionen. Subkutane Kritik: Die Quote i s t die eigentliche Diskriminierung. Wenn der gesunde Menschenverstand davon ausgeht, dass alle Menschen gleich sind, ist es lächerlich eine Personengruppe als ungleich zu behandeln, indem man eine Quote einführt … 

 

Wir finden Rassismus genauso zum Kotzen, wie alle Formen der Diskriminierung. Außer Leute, die Schlager hören, die sollten wirklich nicht am Radio rumfummeln dürfen. Aber ernsthaft zu glauben, dass wir des Kapitals wegen rassistische Propaganda betreiben, zeugt von wenig Geistesschmalz. Zu guter Letzt wirft man uns Sexismus und die Förderung der „Rape Culture“ vor. Unsere  Kampagnen-Motive 2016 zur Einführung der Chia-Samensäfte:

 

• „Oralverzehr – schneller kommst Du nicht zum Samengenuss“ (weil trinkfertiger Chia)

• „Besamt & befruchtet“ (logisch: enthält Samen und Frucht)

• „Bei Samenstau schütteln“ (Chia setzte sich leider immer am Flaschenboden ab) 

• „2 Samenspender aus gutem Hause“ (es gab zwei köstliche Sorten)

 

Natürlich Beschwerden beim Deutschen Werberat. Urteil: Provokative Werbung, aber eindeutig kein Sexismus!! Rape Culture geht auf ein Werbe-Motiv für unsere 750ml true fruits Flasche zurück. Der Claim „abgefüllt und mitgenommen“ bezieht sich auf den möglichen Weitergebrauch dank Trinkaufsatz. Klar, sexuelle Doppeldeutigkeit, aber die entsteht im Kopf des Lesers. Denn eindeutig abgebildet ist eine Glasflasche, die wieder befüllt, also mitgenommen werden kann. Wie krank muß ein Dummkopf sein, darin eine Befürwortung von Vergewaltigungen zu lesen??

 

Nix für Dumme …

 

 In einem Punkt, eingestanden, sind wir diskriminierend - gegenüber dummen Menschen. Unsere Kommunikation ist schlichtweg nicht für Dumme gemacht, wird sie auch nie sein, das tut uns leid. Wenn nun genau diese dummen Menschen (egal ob weiß, schwarz, weiblich, männlich, hetero- oder homosexuell, mit Holzbein oder Sprachfehler) meint, mit brennender Mistgabel auf die digitalen Barrikaden gehen zu müssen, um wie ein pöbelnder Mob Hetze gegen uns zu betreiben, ja dann senden wir ihnen eben ein kräftiges „Fuck you!“. Intelligenz lässt sich nun mal schwer versenden …

 

 

Aber wir wollen nicht spalten: Künftig wird es zum Schutz der Minderheit einen Warnhinweis geben: „Achtung, diese Werbung könnte von dummen Menschen missverstanden werden!“. Wir hoffen damit unserer Fürsorgepflicht als guter Saftladen gerecht zu werden.“ 

 

Liebe Grüße, Euer Fruit Team

 

PS: Natürlich fliegt der schwarze Smoothie nicht wegen Rassismus aus dem Sortiment, sondern weil er sich zu schlecht verkauft hat. There’s no biz like juice biz baby…

 

PPS: Die Verkaufszahlen unseres Smoothie white in der schwarzen Pulle sind in den letzten Stunden enorm gestiegen! Yipppieyeah.

 

PPPS: Uns dünkt, der Aufschrei gilt nicht unserer eigensinnigen Art der Kommunikation, sondern der Tatsache, dass wir Euch, den Zwangsempörten, nicht den Hintern küssen wollen. Wir verstehen Euch ja... ihr mögt unsere arrogante Art, unsere dummen Witze nicht. Wisst ihr was? Das ist OK. Wirklich kein Problem. Tipp: Statt Euch aufzuregen, bestraft uns doch, was wirklich weh täte –  kauft uns nicht mehr, macht Euch Eure Smoothies, Säfte und Bowls einfach selbst. Niemand zwingt Euch unseren Kram zu kaufen. Euer Puls wird es Euch danken und wir haben unsere Ruhe.“

 

Was soll eine alter, weisser Mann dem noch hinzufügen? Vielleicht dies: Es gibt doch noch junge weise Männer (und Frauen) mit Gesundem Menschenverstand. Und Humor. Und Mut. Sabine, hol‘ mir mal ne Flasch‘ Smoothie white, schwarze Pulle …

 


Kommentare: 3
  • #3

    Christiane F. aus M. (Montag, 04 März 2019 19:21)

    SUPER! Danke und viele Grüße an die Dummen ;-)

  • #2

    MartinP (Sonntag, 24 Februar 2019 09:31)

    Gut so!!! Nur so kann man den sozialistischen Bessermenschen ihre Versuche, Meinungshoheit und Denk-/Handelnsverbote durchzusetzen unterbinden.

  • #1

    Dr. Roland Quinten (Donnerstag, 21 Februar 2019 11:20)

    Die Sprüche auf den Flaschen der Smoothiehersteller waren von Anfang an sehr originell. Mir persönlich hat dies immer gut gefallen, obwohl ich selten Smoothies trinke. Ob man nun politische Botschaften auf Smoothieflaschen unters Volk bringen muss, das sollte jeder Hersteller selbst entscheiden. Vorsicht ist dabei aber durchaus geboten. Die zunehmende Verblödung der Gesellschaft, einhergehend mit einem psychopathologischen Gesinnungsanspruch - letzteres hängt ursächlich mit ersterem zusammen - macht es schwer, richtig verstanden zu werden. Die auf die finale Debilität zusteuernden Menschen verstehen nun mal keine Ironie, das ist Fakt. Deshalb mein Rat: Vermeidet indirekte Aussagen! Also nicht: "Es wäre nicht unbedingt zu deinem Nachteil, wenn du jetzt auf weitere Einlassungen verzichtetest", sondern "Du hältst jetzt deine Fresse!" Diese Botschaft versteht fast jeder Doofe!