Verena Bentele (SPD), Präsidentin des Sozialverbandes VdK (Foto: ARD)

 

 

Ade SPD

 

Hart aber Fair: Nackt aber Rente …

 

Von PETER BARTELS

 

Wer wird denn weinen, wenn die SPD vergeht … Wenn an der nächsten Ecke schon die anderen stehn … Marlene Dietrich mag sich eine Kippe anzünden und lächeln. Aber zur SPD fällt einem wirklich  nichts mehr ein. Die Genossen hatten geglaubt und gehofft: Die „Respekt-Rente“ ruft wenigsten die rastlosen Rentner von der Flaschenpfand-Front zurück: Ade SPD … Heil Hubertus?Heul, Hubertus!

 

 Wahlkrampf. Auch bei „Hart aber Fair“. Wieder Hubertus Heil (46), immer noch keinen Beruf, aber immer noch Arbeitsminister. Sein EU-Wahlplakat: „Respekt-Rente“. Wer 35 Jahre gearbeitet hat, kriegt eine Grundrente. Garantiert. Jedenfalls, wenn Er/Sie weniger als 896 Euro brutto haben. Ohne Wenn und Aber, also ohne Prüfung. Basta. Egal, wie hoch Männes Pension ist. Noch egaler, wieviel Miete Mausis geerbtes Miethochhaus einbringt. Natürlich barmte die „Berliner Morgenpost“ hinterher:

Doch was ist mit den Menschen, die 34 Jahre eingezahlt haben oder etwas mehr Rente kriegen?“ … Doch wieder Teilzeit? Ach, Kollegen: Gerade verlor einer im Schnee Gold, weil er zweitausendstel Sekunden zu langsam war …

 

Was soll Susanne da groß sagen …

 

Bald-Rentner Frank Plasberg (61) rechnete der plietschen Parade-Putze Susanne Holtkotte vor: Rente Stand jetzt: 715 Euro, nach Hubertus Heil demnächst: 1.002 Euro. Wieder die Mottenpost: „Würde sie heute in Teilzeit wechseln, käme sie immer noch auf (nur) 977 Euro Rente. Und zitiert die adrette Raumpflegerin mit der blondgetönten Kurzfrisur, der klugen, randlosen Brille, gepircter Oberlippe: „Was soll ich da sagen? Ich würde natürlich weiter arbeiten.“ Die „Reinigungskraft“ eines Krankenhauses hatte vorweg im OFF gejubelt: „Super, das würde Menschen wie mir helfen.“

 

  • Klatsche von Christoph Schwennicke (53), Chefredakteur „Cicero“ (vorher Alpenprawda, Spiegelbarone): SPD-Rentenpopulismus aus Angst vor der Bedeutungslosigkeit (Bund 14%, Bayern 6%). 

 

  • Auch Johannes Vogel (37), FDP-Rentenexperte knüppelt: „Ungerecht, teuer, zum Scheitern verurteilt.“ Der BW-Sanitäter d.Reserve, „Arbeitsagentur“ (Arbeitsamt) Solingen (auf eig.Wunsch beurlaubt), kennt sich offenbar mit Wahlkampf aus …

 

  • Wie die blonde Verena Bentele (36) von der SPD . Sie ist Präsidentin  des „VdK“. Das ist eigentlich der Verband der Kriegsbeschädigten/ Hinterbliebenen. Weil das etwas sehr lang her ist, irgendwann der Zusatz: „Sozialverband“. Schon klappte es auch wieder mit Talkshow und Mitgliedern: 1,9 Millionen. Jedenfalls „jubiliert“ (BILD) Verena folgsam in der Runde: „Das bringt Gerechtigkeit!“ 

 

„Rentenexpertin“ Verena Bentele hat nach dem Abi immerhin Wirtschaftslehre studiert, sogar Pädagogik und Sprachen. Immer Bestnoten!! Uuund sie war im Münchner Stadtrat!! Aber hauptsächlich gewann sie im Biathlon bei Olympia zwölf Mal  Gold, wurde sie viermal Weltmeisterin. Ach so: Sie ist blind …

 

Respekt-Rente: Nur ein paar Milliarden …

 

Der SPD-Heilsbringer Hubertus rechnet mit „ein paar Milliarden“, die das Rentenplus für  Reinigungskräfte, Busfahrer und Friseurin den Steuerzahler kosten werde. Legt aber bräsig sein kolossales Kinn über den diesmal silbernen Krawattenknoten, blinzelt jovial: Alles für die fleißigen und tüchtigen Leute, die das Land am Laufen gehalten haben.“ … Jau! Und die  Trümmer-Türken haben Deutschland zum Wirtschaftswunder gepinselt und rasiert …

 

Plasberg will Heil erstmal „nackig machen“: „Keine Bedarfsprüfung? Trotz Vermögen,  Konto, Immobilien, Schmuck, reicher Rentner-WG??“ Die edel geschminkte Putze Holtkotte: „Ich bin nicht gegen die Bedarfsprüfung. Aber wenn jemand ein bisschen was gespart hat, dann soll er das auch behalten.“ … „Wer vierzig Jahre arbeitet und was spart, für den ist es sein gutes Recht, dass das nicht angerechnet wird.“… „Wir müssen vernünftige Löhne haben, dann zahlen die Leute auch vernünftig in die Rentenkasse ein.“ Die junge SPD-Rentenexpertin von den „Kriegsbeschädigten“ hat einen Tipp für den Genossen Hubertus: „In der Schweiz zahlen auch Manager in die Rentenkasse ein.“ 

 

Der FDP-Sanitäter d.Reserve labert, wie die Liberalen  schon immer laberten – sowohl als auch: Wer die Heils-Rente bekommt, sollte in der Tat nicht „Auto und kleine Wohnung aufgeben müssen“. Aaaber:  Bedarfsprüfung muß. Weil sonst: „Gießkanne“. Ergo: „Ungerecht.“

 

Heil sucht sein Heil …

 

„CICERO“ Schwennicke höhnt: „Im Himmel ist Jahrmarkt: Die SPD will vor der Europawahl, den Landtagswahlen an die Kernklietel ran: „Es geht um die nackte Existenz der SPD. Daaas ist der Hintergrund … Plasberg war mit der neuesten Umfrage gekommen: 61% finden die Heils-Botschaft gut! Klaro, nur wählen sie dann AfD, wie gehabt … Heil sucht sein Heil wieder bei den GroKo-Genossen, ölt: Von der CDU klopfen mir viele heimlich auf die Schulter … Und verspricht der eloquenten Putzfrau, dass er „demnächst“ mal mit ihr („ernst gemeint“) den Job tauschen will: Sie in „seinem“  Reichtstag, Er Putzmann in „ihrer“ Klinik … Sie weiß, wie Mikro geht, ob er weiß, wie Wischen geht?

 

Überhaupt: Ähnliches versprach schon mal CDU-Gesundheitsminister*in Jens Spahn (38). Er wollte  einen Monat sogar nur von 416 Euro Hartz IV leben. Sein BUNTE-Ehemann hat ihm die Schnapsidee offenbar wieder ausgeredet. Klar, wenn  „Ehefrau Jens“ rund 15.000 Euro Diät im Monat zum Mampfen braucht …

 

Reich kann jeder - arm will gelernt sein!

 

 

 


Kommentare: 3
  • #3

    Cesare Cappellari (Mittwoch, 13 Februar 2019 16:26)

    Rente muss wie alles nach Leistung gezahlt werden, ich denke die pauschal Rente macht das Volk faul.Wenn jemand in Not gerät gibt es genügend soziales Entgegenkommen,wir brauchen nicht noch mehr,was die zukünftige Generationen belasten wird

  • #2

    Dr. Roland Quinten (Mittwoch, 13 Februar 2019 14:58)

    In der Tat ist die Rente bei vielen Menschen, die ein Leben lang fleißig gearbeitet und Beiträge eingezahlt haben, zu gering. Es kann aber nicht angehen, dass nur die niedrigen Renten angehoben werden, die mittleren und hohen aber nicht. Ein Abstand zwischen denjenigen, die 40 Jahre einbezahlt haben, und denen, die das nicht getan haben bzw. tun konnten, muss erhalten bleiben, sonst empfinden dies die meisten Menschen als ungerecht.
    Es gibt aber eine ganz einfache Lösung: Wenn man das Geld, das Deutschland im Augenblick für Merkels Flüchtlinge ausgibt, sinnvoll für eine gerechte Rente einsetzen würde, würde es vielen Rentnern besser gehen.

  • #1

    Gorzitze,Klaus (Dienstag, 12 Februar 2019 22:57)

    Es ist doch ein Witz....wenn man nach 35 Jahren....so wenig Geld bekommt...wo in anderen Ländern....nach dieser Arbeitszeit....die Leute mit einer ordentlichen Rente in den Ruhestand gehen.....Griechenland 110%....Spanien 87% +13.te....Rente in Österreich 80% des Bruttolohndurchschnitts seines Arbeitslebens....45 Jahre Einzahlung in die Rentenkasse......dann mit 65 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand....wovon man in diesem Land nicht sprechen kann.....Buckeln bis zum Tod....Traurig.