Gluck-Gluck Exklusiv

Jeden Mittwoch wissen die Verlagsleiter, wie der eigene, der Titel der Konkurrenz "draußen" verkauft wird. Der Greta-Titel steuert auf ein Allzeit-Tief. Noch also entscheidet der Leser...

 

 

 

 

 

 

 

 

„stern“ geht

mit Greta baden

 

 

 

Von PETER BARTELS

 

Wer weiß mehr als Journalisten? Journalisten! 

Wer ist nachtragender als Journalisten? Journalisten! 

Wer ist hämischer als Journalisten? Journalisten 

 

Journalisten wissen, können, machen alles besser. Nur verkaufen was sie verzapfen können sie nicht. Nicht mehr:  Von BILD bis “Spiegel” und “stern” jagt eine Auflagen-Katastrophe die nächste. Zur Zeit geht gerade mal wieder der “stern” baden. Sein Titel mit Greta: “Die Reise wird hart” versinkt wie Blei im Atlantik …

 

Je nun, was soll Henri Nannes “stern”-Leser, der sich mal mit knackigen Radlerinnen-Rundungen in  steile Auflagen-Kurve von 1,3 Millionen legte, auch mit Kinder-Käse und  Asperger-Äugis anfangen? Vor Schreck die Pfandflaschen für Omma nach braun und grün sortieren? Zum Glück gibt’s solche schrecklichen “stern”-Leser nicht mehr. Der “stern”-Gucker von heute liest Achgut. Oder PI-NEWS. Oder Tichys. Oder guckt einmal die Woche “Inspector Barnaby”. Aber den alten; der Neue ermittelt im Avalon-Nebel eines Königreichs Multikulti. Das hat der frühere Nannen-Neider zuhause selbst  zuhauf. Ohne Krone, aber mit Zitter-Zepter.

 

Die „stern“-Leser, die noch nicht weg sind, passen mit um die 130.000 bis 110.000 (Insektensterben) fast in das Stadion von Borussia Dortmund … Und so gibt Stephan Paetow auf Tichys Einblick einen Ausblick auf den “stern”-Titel diese Woche: “Greta, Greta über alles, so muss man glauben, wenn man die Berichterstattung verfolgt. Doch ausgerechnet eine „exklusive“ Titelgeschichte des „Stern“ über Greta Thunberg soll ein Totalabsturz sein, behauptet die Konkurrenz …”

 

Und schwelgt seufzend in der guten, alten Zeit von Gestern: “Früher waren die Blattmacher von „Stern“ und „Spiegel“ und „Focus“ im ganzen Land bekannt. Die Nannens, Augsteins, Austs oder Markworts, streitbare Journalisten an der Spitze einflussreicher Magazine mit hohen (teilweise gigantischen) Auflagen, die untereinander und mit mächtigen Politikern die Klingen kreuzten zur Freude des Publikums.”

 

Die Schweinderl-Frage …

 

Um dann die gemeine Schweinderl-Frage von Robert Lembke zu stellen: “Wie heißt der amtierende Chefredakteur des „Spiegel“? Wie heißt der Blattmacher des „Stern“? Müssen Sie auch erst googeln, oder? Kein Wunder. Gehören die doch zum namenlosen Heer der Merkelschönschreiber im Land, immer scharf am vermeintlichen Zeitgeist entlang ...”

 

Dann aber wird der Stephan gemein: “Stellen wir uns vor, Sie sitzen in der Redaktionsblase des „Stern“ in leitender Funktion, und da müssen Sie Woche für Woche Ideen liefern für eine möglichst verkaufsträchtige Titelgeschichte. „Mallorca“, sagt der Phantasielose. „Hatten wir jedes Jahr“, mault der Chef. „Aber nicht mit „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“. Na, gut, also. Immerhin, Mallorca brachte mit 132.128 Einzelverkäufen die drittbeste Auflage des Jahres. Dieses Heft 31 ist die letzte von der IVW (Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.) ausgezählte „Stern“-Ausgabe ...”

 

Dann sogar säuisch gemein: “Nun zurück in die Zeitgeist-Blase. Die Themen … liegen auf der Straße, haben wir früher immer gesagt. Gut, das war zu einer Zeit, als Journalisten die politische Korrektheit nicht interessierte und über lautstarke Vertreter von Journalistenverbänden gespottet wurde, das seien Eunuchen, die wissen wie es geht, aber sie können es nicht. Die jetzige Journalistengeneration, grün und links sozialisiert und mit Abitur beschenkt, bemüht sich nach Kräften, den Eunuchen zu folgen, was mitunter zu kuriosen Geschichten, jedenfalls aber zu sinkenden Auflagen führt.”

 

Greta, die Sturmumtoste …

 

 Mallorca … „Atlantis Nordsee“ …  “Gefühle wiederentdecken“ … Alles keine Knaller, vermutet der altmodische Stephan Paetow, grantelt: „Da muss doch mal ein richtiger Kracher her! Worüber reden alle Journalisten von Kleber bis Claus, von morgens bis abends? Richtig, GRETA, die Sturmumtoste, die den Winden trotzt, und die Schulkinder Freitag blau machen lässt, unter wohlwollendem Nicken aus dem Kanzler- und Präsidialamt.

 

Und so „hämmern“ die „Sternchen“-Macher mit breiter Brust eine „Belanglosigkeit“ aufs Cover. Titel:Die Reise wird hart“. Und versprechen ein „exklusives Treffen vor der Überfahrt nach New York.“ 

Nölt nasal:  „Aber bei einem exklusiven Treffen mit dem Mädchen, das seit einem gefühlten Jahr  nur einen einzigen Satz über alle Klimamedien heraushaut, müsste jetzt eigentlich  auch (wirklich) was Exklusives herauskommen. Und nicht: „Zwei Wochen auf hoher See: Greta Thunberg über Einsamkeit, die Kraft ihrer Naivität und ihre Pläne für Amerika.“

 

Redaktion unter Schock …

 

Diese Unverfrorenheit „dachten sich wohl viele ehemalige „Stern“-Leser, denn wir hören, der Greta-Titel des „Stern“ sei „ein Absturz“, die Redaktion stehe „unter Schock“. Das Heft sei um 10% schlechter verkauft als das Vorheft (das mit den wahren Gefühlen), vom „All Time Low (Allzeit-Tief) seit Jahrzehnten“ ist die Rede ...“

 

Schließlich gibt der Tichys-Tycoon listig den Erklärbär: „Die Auflagen der ehemals großen Drei sind allesamt ein Bild des Jammers. Aber der Absturz würde belegen, dass der ganze Greta-Hype in Deutschland eine gekünstelte Aufregung eines Medienkonsortiums ist, die dem Leser am Allerwertesten vorbeigeht.“

 

Hähmischer“ als Journalisten sind nur …  Journalisten?? Neidischer auch:  Neid! Neid! Neid! Kollege Paetow, dieses „sternchen“ hätte unsereiner gern v o r  Ihnen gehabt… Also Gönn, Klau und Danke !!