Kill BILD, Volume 3

BILD O-Ton: "23.06 Uhr: Tonnies verlässt nach viereinhalb Stunden Sitzung die Arena, wird von seinem Chauffeur weggefahren"... Nein, nein da sitzt kein Massenmörder, da sitzt nur einer, der in einer Rede gescherzt hat, dass die Afrikaner Bäume fällen und  im Dunkeln Kinder produzieren...

 

 

 

 

 

RASSISMUS-VERHÖR

„Schalke-Boss 

läßt Ämter ruhen“

 

Von PETER BARTELS 

 

Geschafft! BILD hat Deutschland gerettet. Jedenfalls die grün-rot verlogenste Moral der deutschen Geschichte. Kurz nach 5 Uhr meldete der Merkel-Sender „Radio Bunker“ Berlin und dem Erdkreis: Seit 5:39 Uhr wirrrd zurrrückgeschossen!  Von jetzt ab wirrrd Scherrrz mit Schafott verrrgolten! Wer Afrika verhohnepipelt, wird mit Verbannung bestraft …

 

KILL BILD, Volume 3: Wie einen Schwerverbrecher hatten die Jäger des Gesunden Menschenverstands Clemens Tönnies (63) gehetzt. Der Milliardär und Schalke-Boss hatte am Tag des Handwerks in Paderborn (sic) vorgeschlagen, im Kampf gegen den Klimawandel statt Steuererhöhungen lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika zu finanzieren. Und scherzend die Konjugation „hinzugefügt“: „Dann würden die Afrikaner aufhören Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn‘s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“

 

Lachen Sie bloß nicht …

 

…höchstens im Keller: Heute, am 7. August 2019, 5:39 Uhr MEZ, schickten Merkels Reichsschriftleiter von BILD den Volksstürmer Marc Siekmann an die Fanfare: „Entscheidung im Fall von Clemens Tönnies …Der Schalke-Boss lässt nach den skandalösen Aussagen gegen Afrikaner seine Ämter als Mitglied des Aufsichtsrats und dessen Vorsitz für drei Monate ruhen.“

 

Dann haut der Blechtrommler (andante ma non tropo) auf die Kesselpauke: „Das ist das Ergebnis einer Marathon-Sitzung mit dem Ehrenrat des Klubs. Das fünfköpfige Gremium teilte mit, dass der Vorwurf des Rassismus (PI-NEWS-Einschub: zwar) „unbegründet“ sei, Tönnies aber gegen das im Leitbild des Vereins festgelegte Diskriminierungsverbot verstoßen habe.“

 

 Stechschritt mit Schellenbaum

 

Dann aber Nazi furioso im Stechschritt und mit Schellenbaum: „Deswegen musste er jetzt zum Rassismus-Verhör! Und dann, als ginge es um den allerletzten Kriegsverbrecher-Prozess, diesmal aber endlich mit dem Hauptangeklagten Hitler (130), den BILD gemeinsam mit dem RedaktionsNetzwerk WDR, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (Kunde: NEUE WESTFÄLISCHE) endlich ausgegraben hat:

 

17.21 Uhr: Tönnies wird in einer silbernen Mercedes E-Klasse an der Geschäftsstelle vorgefahren. Er war extra aus Mallorca eingeflogen. Nach der Ankunft geht Tönnies zunächst in die Geschäftsstelle, um sich mit dem Vorstand zu beraten.

 

18.15 Uhr: Rund 600 Meter entfernt versammelt sich der Ehrenrat in einem Konferenzraum der Arena. Das Gremium muss zunächst einen neuen Vorsitzenden wählen, um beschlussfähig zu sein.

 

18.32 Uhr: Jetzt fährt auch Tönnies vor dem Nord-Eingang der Arena vor. Kurze Zeit später beginnt das Verhör.

 

23.06 Uhr: Mehr als viereinhalb Stunden später kommt Tönnies wieder aus dem Stadion. Die Marathon-Sitzung hat ein Ende.

 

Er nennt sich „Afrikabeauftragter“

 

Schließlich wedeln Merkels BILD-Hauptschriftleiter sogar widerwillig einen Feigenblättchen namens Günter Nooke an den „Volksempfänger“, den kaum noch einer hört, geschweige denn liest (gestern über 5 Mio, heute weniger als 1 Mio). Natürlich nicht ohne zu höhnen: „Nooke nennt sich Afrikabeauftragter“, sagt: 

 

Die von Tönnies angesprochenen Probleme sind „real“. Er fordert sogar: „Die von Tönnies angesprochenen Probleme wie das Verschwinden des Regenwalds und das Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent sind real und darüber muss gesprochen und gegebenenfalls kontrovers diskutiert werden.“

 

Dann aber ziehen die STÜRMER den passenderen Geschäftsführer des Jüdischen Weltkongress, Maram Stern (63), aus der Schublade. Der sprach gegenüber BILD von schockierenden Aussagen“ und fordert: „Mit einer Entschuldigung ist es hier nicht getan. Wer solche Vorurteile hegt und in aller Öffentlichkeit rassistisches Gedankengut verbreitet, der ist für verantwortliche Positionen im Spitzensport nicht geeignet. Tönnies sollte als Aufsichtsrats-Vorsitzender von Schalke 04 schleunigst seinen Hut nehmen und zurücktreten.“

 

Entschuldigung, mein Führer

 

Und dann, ganz KILL BILD, Volume 3: „Kampagnen gegen Rassismus im Fußball seien „nur heiße Luft“, wenn Tönnies mit einem „Tut mir leid“ davonkomme…

 

Zwischen diese erbärmlichste Stück BILD-Berichterstattung deutscher Pressegeschichte haben Merkels Schriftleiter noch ein Stück Milchschokolade mit Rastazöpfen eingebaut – den Ex-Borussia-Kicker Patrick „Ovomaltine“ Owomoyela (39). Gierig geifernd und beflissen wird sogar in der längst linken (und seitdem ebenfalls siechenden) FAZ notiert, wie das nette Kerlchen sich via Video-Botschaft entschuldigt, weil es im Spaß den „Führer“ nachgeäfft hatte, dass er aber kein Rassist sei. Ach ja, die „Schlagzeilenjägerei“ habe  der Ex-Nationalspieler auch kritisiert, knirscht das Blatt mit den früher so klugen Köpfen. 

 

Gott sei’s geklagt lebt der arme „Schwatte“ (Papa aus Ghana) nicht zur Zeit der 12jährigen Geschichte des 1000jährigen Reiches – er wäre längst im KZ, mindestens Zwangsarbeiter, betete um Schindlers Liste …    

 

 

Falls auch dies keiner glaubt, hier die Original BILD-ONLINE-Schlagzeile...

 

 

Und dann selbstredend die barmende BILD-Heuchelei... Um 14 Uhr hatte die Tagesschau dann apodiktisch befunden: "Die Entscheidung des Schalke-Aufsichtsrates sind nur hohle Worte."