4 gegen 1: Hart aber fair

Uwe Junge, AfD. Endlich mal einer, der nicht in die Knie ging vor der Übermacht . (Foto: ARD)

 

 

 

 

 

Uwe Junge:

Natürlich Tribunal !!

 

Von PETER BARTELS 

 

Ich hoffe, Sie hatten nicht den Eindruck, an einem Tribunal teilgenommen zu haben“. Josef Nyary nestelte dem ARD-Robespierre gleich mal artig die Girlande, wörtlich: “Dem AfD-Politiker gönnt der Talkmaster nicht nur den letzten Satz, sondern auch einen für ARD-Verhältnisse extrem freundschaftlichen Abschied …“

 

Ach, Jupp: Frank Plasberg höhnte bestenfalls einen „freundlichen“ Abschied, keinen „freundschaftlichen“. Aber was schreibt man nicht alles für den Flaschenpfand, den BILD seinen Journalisten-Rentnern für den nächtlichen Frondienst löhnt … Es war natürlich ein TRIBUNAL. Da helfen auch die heuchlerischen Richelieu-Kratzfüßchen von Plasberg nichts. Uwe Junge (61) überstand das Waterboarding nur, weil er mal ein durch 100 Schlachten gestählter Offizier und Oberstleutnant war. Denn natürlich stürzten sich alle Talkgäste mit Karacho auf den Fraktionschef der AfD in Rheinland Pfalz. Vier bis fünf  gegen einen. Namen sind Nachrichten. Gesichter manchmal auch:    


Herbert Reul (66) CDU-Innenminister von NRW. Nyary adelt den Glöckner von Notre Dom gleich mal als Law-and-Order-Mann, der (natürlich!!) auch beim Kampf gegen Rechtsextremisten voran geht …

 

Irene Mihalic (42), die vierschrötige GRÜNE war mal Polizeioberkommissarin, ist heute innenpolitische Sprecherin. Mit mindestens 11.000 Euro Monatsgehalt kassiert sie da natürlich dreimal so viel. Mindestens …

 

Mehmet Daimagüler (51), FDP. Als Strafverteidiger der Opfer im NSU-Prozess vergoldete der türkische Graukopf mit dem teigigen Gesicht seinen Allerwertesten. Nyary: „Er unterrichtet (auch!) künftige Polizeiführer“…

 

Georg Mascolo (55), gescheiterter „Spiegel“-Chef, heute Schriftleiter des selbstgeheiligten ARD-Recherche-Netzwerkes. Nyary: „Er kennt sich (angeblich!) in der rechten wie der linken Szene bestens aus.“ Doppel-Seufz: Jedenfalls saß das glänzend verdienende Kerlchen so angewidert neben Junge, als hätte der AfD-Offizier  ansteckende Krätze …
 
„Hart aber fair“, BILD keucht: „Der kaltblütige Mord an Walter Lübcke erschüttert die Republik fast so sehr wie einst der Terror der RAF … „Auch ARD-Talkmaster Frank Plasberg ist erschrocken: Aus Worten werden Schüsse: Wie gefährlich ist rechter Hass?“

 

Shitstorm von Links und Rechts

 

PI-NEWS hatte die Sendung vorher annonciert, der Shitstorm von Links u n d Rechts kam erst recht. Sogar Boykott-Aufrufe an Plaßbergs Gäste: „Geht nicht in diese Sendung“. Und AfD-Mann Junge lächelt unterm „Landsknechtschnurrbart“ (Nyary): „Ich bin plötzlich zum Hassprediger geworden“. Und Nyary sammelt wieder artig Flaschenpfand: „Er wirft sich dabei stolz in die Brust“, sagt: „Die AfD hat es nicht nötig, sich zu verstecken! Sechs Millionen Wähler! 35 000 Parteimitglieder!“

 

 

 CDU-Glöckner Reul begöschert: „Alle sind hellwach!“ Das Attentat sei ein „erschreckendes Beispiel“… Der geborene Deutsche Daimagüler (gemach, Freunde, früher hießen die Deutschen auch schon mal Katzmarek oder Ogorek!!): „Ich glaube, dass jeder, der sich für unsere Werteordnung einsetzt, zur Zielscheibe wird“. Und: „Wenn wir unsere Kommunalpolitiker allein lassen, erodiert das Fundament unserer Demokratie!“
 

Der Killer hat nichts mit der AfD zu tun

 

Uwe Junge rügt das bleiche Männlein souverän: „Sie versuchen, AfD und Rechtsextremismus in Zusammenhang zu bringen, nur: Dieser Killer hat mit der AfD nichts zu tun!“ … Und natürlicher muß der Herr Mascolo jetzt endlich sein fettes ARD-Gehalt verdienen: „Sie lassen es zu, dass sich auf der Website der Partei Befürworter von Gewalt noch vier Jahre nach der umstrittenen Rede eines CDU-Politikers „austoben“ durften, bis die Hass-Posts endlich gelöscht wurden.“ …Der AfD-Mann kontert: „Wir wollen solche Posts nicht … Wir gehen gegen Parteimitglieder vor, die sowas machen! … Es ärgert mich unfassbar … Aber es rutscht immer wieder mal was durch…“

 

Natürlich klappt Plasberg, der 5. Mann der 5. Kolonne, jetzt das Visier runter: „Sie haben mit einem Tweet von 2017 gedroht: ‚Der Tag wird kommen, an dem wir alle Ignoranten, Unterstützer, Beschwichtiger, Befürworter und Aktivisten der Willkommenskultur im Namen der unschuldigen Opfer zur Rechenschaft ziehen werden!‘“ … Da nützt es Uwe Junge natürlich nichts, dass er begründet, die „verfehlte Migrationspolitik“ gemeint zu haben, für die wir eines Tages vor den Wählern, aber auch vor unseren Kindern Rechenschaft ablegen müssten, dass es ihm um Verantwortlichkeiten ging und geht. 

 

Hass ist Ihre Geschäftsgrundlage …

 

Dem blassen FDP-Anwalt mit „Wurzeln“ paßt die „kuschelige“ Stimmung im Halbrund nicht, er will lieber messern: „Hass ist nicht ein Phänomen in Ihren Reihen, Hass ist Ihre Geschäftsgrundlage!“ … Junge zeigt ein Plakat aus seinem Wahlkreis, Junge‘s Porträt, Text : „Ich bin verantwortlich für den Tod von Walter Lübcke“. Und fragt Richtung Plasberg: „Wollen wir nicht abrüsten? Oder müssen erst Gauland, Weidel oder Junge dran glauben?“ … Dann kritisiert er den Satz des ermordeten CDU-Politikers: Wer mit der Migrationspolitik nicht einverstanden sei, könne das Land ja verlassen: „Das war eine Äußerung, die negative Reaktionen hervorrufen musste, für jemanden, der sein Land liebt!“
 
Quasimode guckt wieder mal irgendwo hin: „Wenn die Leute sehen, dass die Politik in der Lage ist, bei dem Thema Migration Antworten zu geben, werden so Typen wie von der AfD nicht mehr gewählt.“ Rumms! Jetzt kommt, was Nyary später den „Ungewöhnlichste Beitrag“ nennen wird, er zitiert Plasberg: „Wollen wir nicht Sprache abrüsten und sagen: ‚Menschen in der AfD‘ – nicht: ‚Typen‘?“ Natürlich grinst der AfD-Uwe sich einen: „Das zeigt doch die ganze Haltung dieser Herren!“
 
Nu aber dreht Quasimode durch, verliert sich prompt in Zeit und Raum: „Passen Sie mal auf … Ich habe bisher immer geschwiegen … Sie haben stundenlang versucht, hier was zu erklären. Sie hätten einfach nur sagen müssen: Ich distanziere mich…“ Wie wär’s mit Hallo Wach, Herr Reul?! … Plasberg spielt einen Friedrich Merz ein: „Wir verlieren offenbar Teile der Bundeswehr an die AfD. Wir verlieren Teile der Bundespolizei an die AfD.“ Was Junge gleich wieder gallig unterstreicht: „Als ich Kompaniechef war, hat man mir mal vorgeschlagen, mit den Soldaten duschen zu gehen, um verdächtige Tattoos festzustellen!“  

 

Nachtrag

 

Ein ARD-Einspieler: Von 763 bekannten Gefährdern sind 700 Islamisten, aber nur 39 Rechtsextremisten. Reul wird wacher: „Der Islamist prahlt und protzt im Netz. Der Rechtsextreme tut das nicht – er handelt.“ Jau, Quasili: Und die
 Zahl der Straftaten von Links- und Rechtsextremisten ist mit 1000 im Jahr etwa gleich… „Aaaber auf das Konto der Rechtsextremisten gehen drei Mal so viele schwere Körperverletzungen und zuletzt bereits sechs Morde.“  

 

Und warum haben Mascolo und Meute nur von diesem einem so brüllend berichtet? Scheiß Statistik aber auch!! Natürlich war selbst dieser eine schon zu viel …

 

 

 

Uwe Junge (li.) spricht mit Frank Plasberg, dazwischen die Macht von Merkels Meute (Foto: ARD)

 

 

Mehmet Daimagüler, der Anwalt gegen die AfD. Und wie... (Foto: ARD)