Maische und Schwätzer

SPD am Boden, CDU unten: Regierung am Ende? Maischberger wusste keinen Rat...

 

 

 

 

Das Grüne 

Gespenst ist Blau 

 

 

Von PETER BARTELS 

 

Seit Jan Fleischhauer nach 30 Jahren „Spiegel“ weiß, dass er demnächst für Hubert Burdas FOCUS „Schwarz“ sehen darf, dreht er in den Talkshows auf, wie eine Jungfer, die sich auf ihren Orgasmus freut ... 

 

Bei Maischberger um Mitternacht holzte Fleischhauer (57) völlig losgelöst: 

Ob wir die Klimaziele erreichen interessiert die Leute nicht.“ Dann schnaubte der  Nyary-Ersatzmann bei BILD gleich hinterher: „Hammerzitat“ des Abends: „Klimaschutz - das ist ein Thema für die Talkshows.“ … Die ewige grüne Schnepfe Göring-Eckardt hatte selbstgefällig wie immer geheuchelt: „Die Bürger wollen Klimaschutz im Zentrum haben.“ Natürlich wollte sie damit nur die Eckpfeiler IHRER längst grünen CDU verorten. Und pflaumte den unsäglich bleiernen CDU-Oberfeldwebel Brinkhaus an: „In der Umweltpolitik sind Sie doch blank.“ 

 

 Hans-Ulrich Jörges (67), nicht schönster, aber eitelster „Hauptstadtjournalist“, vom „Talkshow-Dauergast“ zum „CDU-Psychiater“ (Nyary-Reservebank) mutiert, prahlte: „Die CDU ist von der Angst gepackt, von den Grünen überholt zu werden.“ … Sofort nestelte der bleiche CDU-Feldschär ein größeres Pflaster raus, das BILD so klebte: „Es geht um Arbeitsplätze und Kosten für neue Energien“, dann O-Ton Brinkhaus: „Wir müssen das alles zusammenhalten. Es ist unsere Aufgabe, die Leute mitzunehmen, sonst sind sie verloren“ – an die AfD.“

 

Wer rettet Deutschland vor der AfD?

 

In Deutschland-Ost ist der Zug längst Richtung AfD, also Deutschland abgefahren. Aber wer rettet Deutschland-West vor dieser AfD? Ist das grüne Gespenst von Robääärt doch nur zum Erbarmen für ein paar Grüne Witwen und ihre feuchten Träume? Sind’s am Ende etwa  auch in Deutschland-West doch die Blauen, obwohl die sich doch immer so schön untereinander hauen?

 

„SPD am Boden, CDU unter Druck: Ist die Regierung am Ende?“ So hatte Sandra, die welkende ARD-Topfblume, anfangs verbissen gefragt. Der offenbar für die Nyary-Ersatzbank „überraschende Rücktritt von Andrea Nahles stürzt die SPD vollends ins Chaos und auch die CDU steckt in der Krise“. O-BILD: „Auf dem Spielplan: Das Parteien-Kuddelmuddel. Endzeit-Talk um Mitternacht.“

 

Natürlich ist Stephan Weil (60), SPD-MiniPrä, Niedersachsen erschüttert: „Das waren für mich die schlimmsten Tage in fast vierzig Jahren SPD-Mitgliedschaft.“ Und  natürlich will er furchtbar gern MiniPrä bleiben, nicht SPD-Vorsitzender werden. Was ihm prompt den BILD-Orden „Drückeberger einbringt.

 

Natürlich will Ralph Brinkhaus (50), CDU-Fraktionsheini die „schrottreife GroKo retten“. Denn: „Alles was danach kommt – inklusive Neuwahlen - wird ja auch nicht einfacher.“ Wieder ein BILD-Orden: „Kluge Einsicht“.

 

Und so geht’s weiter bis Mitternacht: Katrin Göring-Eckardt (53): Als „Ersatzspieler für eine gescheiterte GroKo“ laufen die Grünen nicht ein … Hans-Ulrich Jörges, „Stern“-Leichenbitter,  dröhnt: „Habeck kann auch Kanzlerkandidat“ … Jan Fleischhauer, wie befreit, höhnt: „Alle elf Minuten verliebt sich ein „Stern“-Redakteur in die Grünen.“ Und „enthüllt“: „ Bis zu siebzig Prozent der Journalisten wählen grün.“ … Was natürlich ein schwarzer Rappe ist. Oder grüner Schimmel. Jörges der Eitle rammt schlußendlich Nahles die Plumpe vom SPD-Sockel: „Kein Mitleid. Sie ist noch brutaler mit anderen umgegangen. Sie hat Parteichef Müntefering und Außenminister Gabriel abgeräumt.“

 

Die Kaninchen-Frage …

 

Dann wieder Weil, wie die Wähler Politiker fürchten: „Wir haben der Versuchung widerstanden, das nächste Kaninchen (SPD-Kandidaten) aus dem Zylinder zu zaubern.“ … Und Mini-Merkel AKK bei der CDU? Brinkhaus: „Nach fünf Monaten zu sagen, die ist es oder die ist es nicht, ist sehr ambitionös.“ Die Nyary-Bank schnappatmet nachträglich: „Er merkt, dass er damit Annegret Kramp-Karrenbauer fast vom Sockel stürzt, legt schnell nach: „Natürlich ist sie als Parteivorsitzende unsere Kanzlerkandidatin.“ 

 

Situation gerettet“, atmet BILD auf. Und resigniert: „Viele Sprüche, wenig Neues.“ Unsereiner grinst: Es ist Mitternacht, John, schlaf weiter …

 

Maischberger in weiß, Göring-Eckardt in rot. Politiker links, Journalisten rechts