Jugend first

Auto nicht, wählen nicht, aber Selfies können sie noch: Rentner in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

Rentner, Lappen,

Wahlrecht - das kann weg!

 

Von Emil Sinclair

 

Die TAZ Redakteurin Johanna Roth( nicht versippt, verschwägert!!) verdeutlicht einmal mehr, wie man im westdeutschen „Juste Mileu“ gedenkt, die Deutungshoheit über wichtige politische und gesellschaftliche Anliegen aufrecht zu erhalten. Indem man einfach ganzen Bevölkerungsteilen demokratisch legitimierte Rechte abspricht.

 

Die Alten "gefährden" die Jungen, weil diese den Planeten vermüllen, Kohlekraftwerke gebaut und ein nationalstaatliches Bewusstsein geschaffen haben. Deshalb sollte man offen über deren Entmündigung reden. Man müsse dafür sorgen, junge Bürger vor inkompetenten Wählern zu schützen. So macht man also ein perfektes "Feindbild". Mit Politikern der Senioren-Generation jedoch, wie beispielsweise der Kanzlerin, hat man in linken Kreisen natürlich keine Probleme.

 

Die GRÜNE Großstadt macht die Regeln

 

Starker Tobak einer jungen Dame, die sich der vollen Unterstützung ihres linksliberalen Publikums sicher sein kann. Den bürgerlich gesinnten Ü-60-ern einfach das Wahlrecht und am Besten auch noch gleich den Führerschein zu entziehen, um eine „Epistokratie“ (Herrschaft der Gebildeten) zu etablieren, sei das große Ziel.

 

Einer ganzen Bevölkerungsgruppe wird einfach mal unterstellt, nicht mehr in der Lage zu sein,  Zeitgeist und Verkehr zu folgen. Zur Bestätigung dieser steilen Thesen werden willkürlich ein paar Beispiele von Verkehrsunfällen mit Seniorenbeteiligung herausgepickt, ohne natürlich darauf hinzuweisen, dass die Gesamtunfallbilanz der Alten deutlich niedriger ist als die der Jungen. Deshalb ja auch Null Promille, härtere Strafen, dramatisch höhere Versicherungsprämien.

 

Rentner, Raser, Klimawandel

 

Dann wird noch flugs ein Zusammenhang zwischen Rentnern, Rasern, Klimawandel und der AfD konstruiert – und fertig ist die Laube. Die Crux an der Sache: ausgerechnet unsere jungen und wohlstandsverwöhnten Generationen, die wohl die einseitigste Bildung seit Gründung der Republik aufweisen, werden als geistig „hochwertig“ und „allwissend“ dargestellt.

 

Natürlich nur, wenn sie grüne und linke Positionen vertreten, gleichsam an den von Menschen gemachten Klimawandel glauben und Flüchtlinge gut finden. Indessen gelten junge MINT- Studenten, Handwerker oder Skeptiker in konservativen Reihen, als "politisch wertlos". Am Besten, man entzöge ihnen auch sofort das Wahlrecht. So, dass nur noch ein „gesundes linkes Volksempfinden“ die Qualität aller Dinge wäre. 

 

Nichtsdestotrotz kann jeder erkennen, wohin dieser „Denkansatz“ führen soll. Das von linken Dogmen festgelegte „höhere Gute“, dem sich jeder „Anständige“ unterzuordnen hat, darf weder hinterfragt noch kritisiert werden. Dieses Gebaren erinnert frappant an die sogenannte „eristische Dialektik“ des miesepetrigen Philosophen Schopenhauer, die kurzgefasst bedeutet: „von der Kunst immer Recht zu behalten“.

 

Die Grünen Witwen wählten GRÜN

 

Wir haben Recht, weil wir jung, links und „gebildet“ sind. Die dummen und nutzlosen Alten jedoch, die das alles einmal aufgebaut und verwaltet haben, sollten wir einfach ihrer lästigen Rechte entledigen. Und am besten gleich noch in Kollektiv-Unterkünfte stecken, wo sie dann hoffentlich bald durch sozialverträgliches Frühableben ihren Platz auf dem Globus freimachen.

 

Diese unglaubliche Arroganz der „linken Eliten“ lässt einen fast sprachlos zurück. “Nur” ein kleiner Denkfehler unterlief der TAZ– Reporterin Roth: Ein großer Teil des grünen EU- Wahlerfolges (in Deutschland-West, sonst nirgendwo) ist ausgerechnet der Personengruppe „Frauen 60-plus“ zu verdanken, den sogenannten Grünen Witwen also. Sie machen in summa fast 12 Millionen potentieller Wähler*innen aus. Und von denen, eigenen Angaben zufolge, nicht wenige dem Kinderbuchautor Habeck (“Brad Pitt der Allerärmsten!) und dessen Glückskeks-Weisheiten ihre Stimme gaben. So hat es zumindest Jan Fleischhauer vom “Spiegel” recherchiert:

 

Für den grünen Erfolg am Wahlsonntag sind in erster Linie Wähler über 60 verantwortlich. Und diese hätten Robert Habeck und seine Mitstreiter nicht zuletzt auf Grund ihrer starken Präsenz in den Talkshows des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ins Herz geschlossen. Das sei auch der Grund, warum auch grüne Politiker nur selten auf YouTube zu sehen sind“.

 

Ergo: Entmündigt man die Alten*innen, bricht das GRÜNEN Wähler-Kartenhaus zusammen. Auch die Enteignungsphantasien des SPD-Jung-Sozialisten Kühnert gehen ja bekanntlich in diese Richtung. Dass mittlerweile offen und unverblümt über dieses totalitäre Gedankengut diskutiert wird, sollte allen wirklichen Demokraten zu denken geben.

 

*http://www.taz.de/Kolumne-Der-rote-Faden/!5597166/?fbclid=IwAR3tgG1po6lUCoZsvVVumfahsHWDZpRVu5oMV_1n63Rl0gyjvfBMB-YJE5M