Babylon

(vl) Kandidaten: Frans, Vestager, Weber. Macrönchen will natürlich die Omi 

 

 

 

 

 

Ene mene muh…

Und EU-Präsident bist du 

 

Von Gaby Röhr

 

Nun schachern sie wieder, die EU-Schranzen ….um die saftigsten und dicksten Stücke aus dem Brüsseler EU-Füllhorn. Fett dotierte Posten und Pöstchen gilt es nach der EU-Wahl neu zu besetzen. Einer davon ist das Amt des Kommissionspräsidenten.

 

 Nach dem  Prinzip des Spitzenkandidaten kann es sich nur  einer der Spitzenkandidaten  auf dem heiß begehrten Thron des EU-Kommissionspräsidenten bequem machen.  Das Prinzip ist jedoch umstritten. Und das EU-Recht schreibt es auch nicht zwingend vor. Bis Anfang Juli sollen sich die Pöstchen-Schacherer auf einen Namen einigen. Viel Gegacker und Gepluster steht zu erwarten….

 

Zwei Favoriten gab es zunächst für die Nachfolge von Jean-Claude „Küsschen“ Juncker. Für die Europäische Volkspartei (EVP) CSU-Mann Manfred Weber (46) und den Niederländer Frans Timmermans (58) von der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE).

 

“Peanuts” Weber tingelte mit der Klampfe …

 

GröKaz  Angela Merkel präferiert das Spitzenkandidaten-Modell und unterstützt Weber – wenn auch  halbherzig. Der 46-jährige Weber hockt seit 2004 gemütlich und voll alimentiert im EU-Parlament. Eher unscheinbar wuselte er sich - stets die höchstpersönliche Karriere im Auge - durch seine Brüsseler Jahre und linst nun begehrlich in Richtung höchstes Amt. Viel hat Weber auch in seinen „Bewerbungs“reden nicht zu bieten. Nur die bei EU-Wischiwaschi-Politikern (gibt es noch andere?) üblichen Satzbanalitäten: 

 

Ich kämpfe gegen die Nationalisten! Ich kämpfe gegen die Populisten! Sie werden unser Europa nicht zerstören!“ Und „kristallklare“ Versprechungen nach der Wahl gebe es mit ihm keinerlei Kooperation mit „Rechtspopulisten“ oder „Linksaußen-Parteien.“ 

 

Alles schon mal gehört….auch von Weber  nix Neues! Gäääähnn! Ansonsten?  Nichts Neues. Schmankerl: Als Youngster tourte er jahrelang als Gitarrist einer Drei-Mann-Band mit Cover-Liedern durch Niederbayern. Der Name seiner Band:  „Peanuts“. Passt scho …

 

Franciscus Cornelis Gerardus Maria: FRANS

 

Frans Timmermans (58)  ist niederländischer Politiker der Partei der Arbeit (PvdA) und gehört in Brüssel der Sozialdemokratischen Partei Europas (SPE) an, die sozialdemokratische und sozialistische Parteien sowie Arbeiterparteien aus der gesamten Europäischen Union umfasst.  Korrekt  heißt er Franciscus Cornelis Gerardus  Maria Timmermans.  Aber mit DEM Namen sozialistische Arbeiterthemen vertreten? Kicher. Klingt das doch eher nach einem elitär ver-/erzogenen Bürschlein.  Sein Herr Papa  verdiente auch ganz feudal im diplomatischen Dienst die häuslichen Brötchen. 

 

Kommt nicht wirklich gut an bei  linken Genossen. Franciscus Cornelis Gerardus  Maria Timmermans  exkulpiert sich daher gerne und oft mittels seiner Großeltern-Generation, in der sich zwei Bergarbeiter befanden. Na, da darf  Sozi Frans doch so richtig stolz drauf sein, gelle?! Aber Bergarbeiterenkel und Eliteschüler (viel hat´s ja nicht gebracht…) Timmermans labert auch schon mal wirres Zeug. Wie kürzlich „der Islam gehört seit 2000 Jahren zu Europa.“ Halleluja! Und so was will oberster EU-Chef werden! 

 

 

Macrönchen will die Frau in Grau

 

Wie auch immer… Timmermans war niederländischer Außenminister bevor er 2014 Vizepräsident der EU-Kommission wurde. Er schnuppert also bereits seit 5 Jahren hoffnungsvoll am ganz fetten Topf und kennt schon den verheißungsvollen Duft der Macht.

 

Frankreichs First Oma-Kuschler Emmanuel Macron hat da ganz andere Ideen. Eine Frau muss an die Macht. (Haben wir noch nicht genug davon? Hüstel …) Und so präsentiert er für die Liberalen im EU-Parlament mit der dänischen Margarete Vestager (51) eine eigene Favoritin. Margarethe Vestager,  Typ Franziska Maria “Ska” Keller . Grau statt GRÜN. Keine Spitzenkandidatin, gilt aber als EU-Kommissarin für Wettbewerbsrecht durch ihren Kampf gegen die Großkonzerne als populärste Kommissarin der EU.  Laut Time –Magazin:  „Googles schlimmster Albtraum“.  Für US-Präsident Donald Trump:  „tax lady – die Steuereintreiberin“. Auch wenn sie sich dabei mächtige Feinde macht, Vestager scheut keine Konfrontationen. Die eigene Karriere immer fest im Visier. Und die Chancen stehen für sie in Brüssel gar nicht schlecht.

 

Und dann ist da noch Locke Lindner …

 

Die EU-Liberalen, die bei der EU-Wahl gute Zugewinne (von 8,9 Prozent 2014 auf nun 13,6 Prozent) verzeichnen konnten, wittern nun Brüsseler Frühlingsluft und wollen Margarethe Vestager durchsetzen. Christian „Haare-schön“ Lindner packt sogleich die Gelegenheit beim eigenen 10.000 Euro-Schopf, um sich bei den GRÜNEN ranzuschleimen, um Mithilfe zu buhlen. Lindner im „Handelsblatt": „Wenn sie (die GRÜNEN) es ernst meinen, den Status quo in Europa zu überwinden, müssten sie sich ganz klar mit uns hinter Margrethe Vestager versammeln". Es ginge um die Frage der Glaubwürdigkeit der GRÜNEN im EU-Parlament. Hört, hört!! Heißluftschwadroneur Lindner besorgt um die Glaubwürdigkeit der linken GRÜNEN?! Gruselig. “Locke”Lindner eben.

 

Fakt ist: EU-Kommissionspräsident wird nur, wer von mindestens 376 der 751 EU-Abgeordneten abgenickt wird. Den beiden Spitzenkandidaten Manfred Weber und Frans Timmermans fehlt die jeweils notwendige Mehrheit. Sie brauchen Stimmen von anderen Fraktionen. Dort steht jedoch Margarethe Vestager hoch im Kurs.

 

Wetten, dass trotz Gefieder-Spreizen am Ende bei Macron und Merkel in alter, liebevoller Gewohnheit wieder gemeinsames EU-Kuscheln angesagt ist?!