Relotius, der "Spiegel" wächst...

Prall, weiß, steil:  Veronika, der Spargel wächst... (Foto: Spiegel/dpa)

 

 

 

 

 

 

 

Der alte weisse Mann und der Spargel

 

 

Von PETER BARTELS 

 

Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen tralala/Die ganze Welt ist wie verhext/Veronika, der Spargel wächst!“ … Die Comedian Harmonists haben den Gassenhauer einst auf jeden Teller geträllert. Eine polnische Plumpabacke hat ihn jetzt für einen offenbar geilen „Spiegelbaron“ in die deutschen Küchen gekotzt …

 

Gleich nach der Wende hatte unsereiner ein fleißiges Helferlein aus Polen, das hieß Artur. Er betreibt längst ein kleines Unternehmen für Dütt und Datt und machts nur für großen, deutschen Handwerker-Lohn. Seufz.

 

Die „Spiegel“-Polin Stokowski hat auch einen deutschen Vornamen: Margarete. Und da sie mit ihrem Gesicht selbst bei Germany’s next Topmodel  keine Chance hätte, mit 33 auf die 40 zu rast, in Berlin (sic) nur Sozialwissenschaften studiert hat, schreibt sie halt immer noch als „Freie“ Hungerlöhnerin für  „taz“, „Missy Magazine“ oder  „Zeit Online“. Zuweilen auch eine feministische Kolumnen wie  „Luft und Liebe“ (ebenda taz). 

 

Margarete: "Untenrum frei"

 

Manchmal sogar ein „Sachbuch“ für Rowohlt (sic), das offenbar trotz voyeuristischem Versprechen „Untenrum frei“ keiner kaufte; vielleicht hatte der Verlag sie oben abgebildet, so dass vor Schreck keiner mehr sehen wollte, wie’s unten aussieht bei Margarete. Je nun, die von Femen schwingt ja nicht nur in der Ukraine ihre Titten und Wabbelbäuche in den Kirchen, dass sogar Jesus vom Kreuz gähnt … 

 

Also wird Margarete orgiastisch in die Händchen gejauchzt haben, als ein Spiegelbaron*in kam, dem der deutsche „Spargel Kult“ offenbar schon länger in Feinripp, Slip oder Schritt geht. Weil er eben so schmeckt, wie er aussieht und wächst: Geil! Und damit auch jedermännlein sieht, was frau in der Not noch damit machen kann, wurde im „Spiegel“-Foto ein Phallus-Hain kurz vor der Ejakulation im Gegenlicht über die Story gestellt.

 

Uuund damit auch andere philosophischen Weicheier ins Grübeln kommen, schrieben die Relotiusse KOLUMNE darüber; könnte also satirisch gemeint sein. Ja, Herr Sternekoch, aber dann hätten die Spiegel-Pfeifen „Glosse“ darüber geschrieben. Aber „Kolumne“ ist ja auch nach allen Seiten offen … 

 

Von Kulinarik zum Dickpic

 

Und so geilt sich die polnische Feministin schwarz auf weiss für den „Spiegel“ auf: „Der Spargelkult … der alte weiße Mann der Kulinarik, Dickpic-Ersatz, muß enden … Die Ernte ist übrigens auch menschenverachtend … Eine Abrechnung mit dem deutschesten aller Götter,  dem weißen Spargel … Der Spargelkult ist als parareligiöse Praxis aus Deutschland nicht wegzudenken …

 

Wenn über die Einrichtung neuer (nur islamistischer, Plumpe!) Feiertage diskutiert wird, ist immer wieder von Minderheiten und historischen Ereignissen die Rede, aber vermutlich würde keine Kampagne mehr Zustimmung erlangen als eine, die sich für die Huldigung des weißen Spargels ausspricht.“

 

Von Risotto bis Spargel-Eis

 

Dann erinnert sie sich offenbar, dass auch manche weissen Männer manchmal noch Orgasmus können, presst durch die Zähnchen: „Natürlich schmeckt Spargel sehr gut. So viel vorneweg (vorweg, holde Polin!):  Spargel ist lecker und gesund, er entwässert und entgiftet.“

 

Aaaber:  „Er vergiftet auch. Die sechste Jahreszeit, die sogenannte Spargelsaison, ist eine Zeit, in der der Spargel nicht nur verehrt und verzehrt wird, sondern schlicht allgegenwärtig ist … Der Spargel ist das privilegierteste Gemüse Deutschlands. Er darf überall rein (sic) und überall ran (sic) … Es gibt Spargel vom Grill, Spargel aus dem Ofen und aus dem Wok, Spargel an Nudeln, in Risotto, im Salat, Spargel auch einfach mal pur, Spargelreste als Suppe, Spargeleis.“

 

Loriot unter den Gemüsen …

 

„Spargel ist … der Loriot unter den Gemüsen ... Okay, aber komplett überbewertet … Spargel nicht zu mögen, ist auf jeden Fall schlimmer als den Text der Nationalhymne nicht zu kennen ... Pro Person rechnet man in Deutschland zur Spargelzeit ungefähr ein Kilo Spargel pro Kopf am Tag, gern in den Sorten "Hannibal" oder "Rambo" (sic sic sic). Im Internet ist das Spargelposting das Dickpic der Saison … Ein Sakrament, seht her, auch ich bin einer von euch, ein einfacher Diener der blassen Stange.“ Gottchen, muß die Not groß sein, Frollein Polin …

 

Denn jetzt geilt sich das Mädchen aus dem einst schönen Polenstädtchen erst richtig auf : „Der weiße Spargel, der eigentlich nicht ohne Grund Gemeiner Spargel heißt, trägt im Namen das Griechische "spargáein": strotzen, geschwellt sein, übermütig sein (Achtung, der Feinripp schwillt, der Slip wird feucht) … Der Spargel hat in diesem Sinne eine integrierende Funktion, unter den Gemüsen aber eine spaltende.“

 

Für Erdbeeren wird "frau" vergewaltigt …

 

Margarete kommt ins Schnappatmen: „Der Ruhm des Spargels basiert auf Mythen. Angeblich ist weißer Spargel der "edlere", hauptsächlich aber der teurere Spargel. Menschen, die sich am Hype des Spargels beteiligen, betonen gerne, dass es so schön sei, was Saisonales zu essen …

 

Dabei wird die Spargelfeier bei vielen schon begonnen, wenn der Spargel noch aus Peru kommt, aber da drückt man gern ein Auge zu. Wer weißen Spargel kauft, zahlt auch für die Farbe. Der Anbau von weißem Spargel ist unter anderem deswegen so aufwendig, weil die Erde angehäufelt, die Ernte extrem pünktlich und unverschämt früh am Tag geschehen muss. Das lassen „die Deutschen“ dann doch lieber von Polinnen und Rumänen erledigen. 

 

Wenn es bei Femen schwabbelt...

 

Dann polnische Agrokultur:  „Wenn die Spitze des Spargels es ans Licht geschafft hat, verfärbt sie sich blau-lila und schmeckt dann zwar nicht schlechter, gilt aber sofort als Wertverlust. Grüner Spargel hat das Problem nicht, weil er über der Erde wächst, außerdem ist er gesünder und muss nicht geschält werden.“  … Wußten wir’s nicht seit Bullentreter Joschka, der vierschrötigen E-Eiskugel Trittin, der schweinedeutschen Plumpe Claudia? Am GRÜNEN Wesen wird auch der weisse Spargel genesen. Wenn schon Femen, dann aber richtig Schwabbeln, notfalls das Gehirn:

 

„Andere Gemüse- und Obstsorten, werden weit weniger vergöttert: Gerade bei Erdbeeren und Tomaten gäbe es reichlich Potenzial.“ Eine Pascale X und Stefania Y haben angeblich mit Erntehelferinnen in Spanien, Marokko und Italien gesprochen: Die Frauen pflücken unter menschenverachtenden (sic) Bedingungen Erdbeeren und Tomaten, die in Deutschland teilweise als "sicher und nachhaltig" zertifiziert verkauft werden. Bei ihrer Arbeit werden sie regelmäßig von ihren Vorgesetzten gedemütigt und oft vergewaltigt.“

 

Das Geheimnis vom Spargel-Pipi

 

Margarete greint: „Aber die Deutschen (incl Redaktionen!) reden nur darüber, was es mit dem  Spargel-Pipi auf sich hat und die Nebeneffekte seiner kultischen Umtriebe. Super Tischgespräch. Vielleicht einer der Gründe, warum Spargel es zu solch einem Gottheitsstatus gebracht hat: endlich mal schön über Ausscheidungen reden. Danke für nichts, Spargel.“

 

Veronika, die Welt ist grün/Drum laßt uns in die Wälder ziehn/Sogar der Großpapa sagt zu der Großmama …“  Meine Veronika heißt Sabine. Sie ist schon zum Heidebauern aus Ostpreußen unterwegs . Er sticht den besten weissen Spargel. Und er schmeckt nicht nur mit Schweine-Schinken oder Schweine-Schnitzel … Ist nicht nur gut für Prostata-Pipi, sondern auch für das Alzi-Gedächtnis: Da war doch mal was, alter, weisser Mann …