Broder & Uscherl

Schweinshaxe! Reinbeißen!! Wer nicht mag, ab zu den GRÜNEN. Die grillen auch Sauerampfer...

 

 

 

 

 

 

 

Haxe! Koscher? Halal? Grill !!

 

Von PETER BARTELS

 

Religiöse Vielfalt ist was Feines. Eine Grillhaxe auch”. So beginnt ein Kommentar von Henryk M.Broder in der WELT. Dann: “Ursula von der Leyen will das Ansehen der Armee verbessern, richtet Kitas ein und bietet Umstandsmode an. Als nächstes will sie die Seelsorge verbessern. Ihr Erfolg ist eine Bundeswehr, die zu vielem taugt. Nur nicht als Heer für den Ernstfall.”

 

Es kommt der Tag, da wird auch auf Erden jedermann/jedefrau gewogen. Jedenfalls wenn Er/Sie Amtsträger*in war. Die sogenannte “Verteidigungsministerin” Ursula von der Leyen (erst 60, aber schon Ziehharmonika-Oberlippe) wird nach der Anzahl der olivfarbenen Kampf-Schlüpfer, Kampf-Büstenhalter und Nahkampfspangen für die Blendax-Beisserchen ihre hübsch bleiben wollenden Soldatinnen  gewogen werden. Und für die schußsichere Umstands-Uniform, die vielen Krippen und Kitas. 

 

Und da sie ahnt, dass sie damit wohl nicht mal das Gewicht der Feder auf der finalen Schicksalswaage des ägyptischen Totengottes Anubis erreichen wird, hat sie jetzt per “Tagesbefehl” an alle „Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ Zack Zack angeordnet: Die „Militärseelsorge innerhalb der Bundeswehr“ soll erweitert werden. 

 

Glaubenswehr für Toleranz und Frieden

 

Und so nimmt der Jude Broder staunend zu Kenntnis: Sie “hat entschieden, eine jüdische Seelsorge in der Bundeswehr einzurichten“. Und dann staunt der Mohikaner vom Chesterton-Stamm des Gesunden Menschenverstandes noch mehr: „Auch für die Muslime in der Bundeswehr soll ein geistliches Angebot geschaffen werden“. Die „Erweiterung der Militärseelsorge“ sei „ein starkes Zeichen für religiöse Toleranz sowie gegen Rassismus und Antisemitismus“. Und dann zischelt er in der WELT leicht zynisch: “Womit die Ministerin einmal mehr eingeräumt hätte, dass die Bundeswehr zu vielem taugt, nur nicht als Armee, die im Ernstfall ihren eigentlichen Auftrag erfüllen kann …” Piffpaff aber auch, jedenfalls barmt Religionsexperte Broder:

 

 “Ob der Ministerin die Tragweite ihrer Entscheidung bewusst ist? Es reicht (ja) nicht, Rabbiner und Imame als Seelsorger einzustellen. Ein orthodoxer Jude wird sich von einem Reform-Rabbiner (oder gar einer Rabbinerin!) nichts sagen lassen, ein schiitischer Muslim will nicht von einem sunnitischen Imam betreut werden.” Dann aber stellte er  “die Mutter aller Fragen”, O-Ton: “Wer darf was essen? Es muss sowohl „halal“ für die Muslime wie „koscher“ für die Juden gekocht werden, beides ginge nur mit erheblichem Aufwand und hohen Zusatzkosten. Bis hin zum Geschirr und Besteck, das nicht mit Schweinefleisch in Berührung gekommen ist.”

 

 Darmol-Leuchte für Flinten-Uscherl

 

Wie immer, wo Schatten ist, da ist auch Licht. Und Broder hat immer eine Darmol-Leuchte parat, diesmal auch für das Flinten-Uscherl: “Wie wir seit Kurzem wissen, vertraut unsere Regierung nicht ihrem eigenen Sachverstand, sondern holt sich auch Rat bei Fachleuten für das, dies und jenes. Allein in den Jahren 2017 und 2018 hat die Bundesregierung mehr als 1,4 Milliarden Euro für private „Beratungs- und Unterstützungsleistungen“ gezahlt. Es könnte aber auch mehr sein, denn nicht alle Ministerien haben auf eine Anfrage der Grünen an das Finanzministerium reagiert. Das Verteidigungsministerium hält sich ebenfalls bedeckt.”

 

Dann seufzt der Mann, der seit Jahr und Tag mit seinem ACHGUT den “Spiegel”-Baronen  zeigt, wie der richtige SPIEGEL einst getickt hat: “Wir werden wohl nie erfahren, wer der Ministerin geraten hat, in den Kasernen Kitas einzurichten und Soldatinnen, die im Dienst schwanger wurden, Umstandsmoden anzubieten … Auch der Urheber der neuesten (Religions-) Maßnahme zur Verbesserung des Ansehens der Bundeswehr tritt namentlich nicht in Erscheinung.”

 

Das Beste auch in diesem Fall zum Schluß: “Toleranz und religiöse Vielfalt sind was Feines. Eine Haxe vom Grill ist es aber auch, dafür ist sie weder „koscher“ noch „halal“. Bis sich ein Experte findet, der ein „starkes Zeichen“ setzt und das Gegenteil beweist. 

 

Halleluja? Allahu Akbar? Guten Appetit!