€uro am Sonntag

Alexander v. Humboldt vor seiner Uni. Hier jagen trotzkistische "Höhlenbewohner" einen Professor

 

 

 

 

 

 

Die Causa Baberowski

 

Von HANS-HERMANN TIEDJE *

 

 

“Jörg Baberowski (58) ist einer der angesehensten deutschen Professoren. Historiker, Gewaltforscher, Lehrstuhlinhaber an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er gilt als der führende Russland-Kenner und er scheute den Diskurs nicht.

 

Seit geraumer Zeit ist Baberowski Ziel einer trotzkistischen Splittergruppe. Diese Troglodyten (griech.Höhlenbewohner) nehmen es ihm übel, dass er als junger Mann schnell dem Kommunismus abschwor, wie er Stalins Gewaltherrschaft analysierte und dass er Stalin als Psychopathen durchschaute – ein Gott, der keiner war.

 

Zudem: Baberowski hat seine Meinung zur Migrationskrise in Europa, zu Willkommenskultur und Asylpolitik. Alles sieht er kritisch, und das machte er öffentlich. Jetzt hat er keine Lust mehr, mit Medien wie dem Deutschlandradio zu reden. Interessant, wie er das begründet: “Der Haltungsjournalismus des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat überhaupt erst die beklemmende … Stimmung erzeugt, in der das Gespräch unmöglich geworden ist. Seit Jahren werden abweichende Meinungen moralisch diskreditiert …

 

Journalisten sind keine Erzieher

 

Die Vorstellungen, die sich viele Bürger von ihrer Wirklichkeit machen, kommen in der Welt,  in der die staatlich alimentierten Journalisten zu Hause sind, überhaupt nicht vor … Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat jahrelang das Lied der Regierung und des Juste Milieu (richtige Mitte) gesungen und vergessen, dass Journalisten keine Erzieher, sondern Berichterstatter sind.”

 

Baberowski, unzweifelhaft einer der größeren Geister Deutschlands, spricht von einer “organisierten Öffentlichkeit” und urteilt über Journalisten des Deutschlandradios: “Ich hätte es vor Jahren noch für unmöglich gehalten, dass sich Menschen in offenen Gesellschaften auf diese Weise selbst entwürdigen.”

 

Hans-Hermann Tiedje...

 

...war mit meiner Wenigkeit ab 1989 Chefredakteur von BILD. Nach der Wiedervereinigung (“Guten Morgen, Deutschland”) wurde er Berater von Kanzler Helmut Kohl, ich schrieb aus dem Heidegrund heimlich die Headlines, die der Schwarze Riese zum Glück nicht so mochte … "Big Spender" wäre womöglich immer noch da. Na ja, dann kam Kanzler Schwattes Haar und Joschka, der GRÜNE Bullentreter. Und dann gingen in Deutschland nach und nach die Lichter aus: Merkel kam, Honeckers Mädchen für die SED-Propaganda …

 

Hans-Hermann hat’s trotzdem geschafft:  Er schreibt jede Woche für "€uro am Sonntag",  ist heute Aufsichtsratschef  seiner Kommunikationsagentur WMP EuroCom AG in in Berlin, in 2. Ehe mit einer netten Richterin verheiratet.