Bischof Heiner

Bischof Heiner Koch, Jesus am Kreuz, die Heilige Jungfrau von Bullerbü:"Unsere Kirche braucht von Zeit zu Zeit echte Propheten". Klar, Klima ist nicht nur für Greta Glaubenssache 

 

 

 

 

 

 

 

 

Greta wie Jesus

 

Von MAX THOMA*

 

 Hosianna – die göttliche Komödie lebt! Die gebenedeite Klima-Kirche der Heiligen Greta von Bullerbü verzückt die Massen ihrer unwürdigen Klimasünder in immer neue himmlische (CO2)-Sphären. Das Ausmaß wird biblisch. In dulci jubilo in der Karwoche. Jesses, Maria und Josef … 

 

Und passend zum biblischen klimaneutralen Palmöl-Sonntag meldet sich auch Berlins Bischof Heiner Koch zu Wort mit einer göttlichen Botschaft historisch-hysterischer Relevanz: Zum Beginn der Karwoche schleuderte der lämmerfromme Gottesdiener den verzückten Jüngern das ultimative Glaubens-Edikt zur globalen Heilsbringerin entgegen. Und siehe da: Ein Kind ist uns geboren im Stalle Grethlehems im Heiligen Land der „Fridays-for-Furniture“-Möbellieferanten: Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg, Friedensnobelpreis-nominiert und auch sonst mit allen messianischen Weihen der internationalen Öko-PR-Maschinerie gesalbt.

 

Berlins Oberhirte Heiner Koch verglich dazu in eindringlichen Worten in seinem Bischofswort im linksgrünen RBB-Hörfunk die Bewegung der schwedischen „Klimaschutz-Aktivistin“ Greta Thunberg mit derer Jesu Christus. Die schulschwänzenden Klima-Akteure würden in Thunberg wohl ein „Idol“ sehen, von manchen Politikern und Medien werde Greta mittlerweile als eine Art Heldin verehrt, frohlockte Koch selig. „Mich erinnern die Freitagsdemos ein wenig an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem“, betonte der Koch Gottes mit Blick auf die Karwoche. Diese endet traditionell mit dem Karfreitag anläßlich der Kreuzigung Jesu. Ein Vorbild für „Greta-Superstar“? Gott-steh-uns-bei, Heiliger Klima-Bim-Bam.

 

Feinstaub auf unser Haupt

 

Jesu Einzug in Jerusalem am Palmsonntag sei für viele „eine Art Triumphzug für einen Volkshelden“ gewesen. Manche hätten in ihm einen „Propheten, einen nationalen Retter“ gesehen. Ihm gehe es „nicht darum, Greta Thunberg mit dem Vergleich zu einem weiblichen Messias zu machen“, sagte Koch und ergänzte gegenüber dem RBB:

 

„Ich möchte jedoch daran erinnern, dass unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche von Zeit zu Zeit echte Propheten braucht, die auf Missstände und Fehlentwicklungen hinweisen und Lösungswege vorschlagen.“

 

Zivilgesellschaft und Kirche würden „von Vorbildern leben, die verlässlich und bescheiden seien, an denen man sich reiben und von ihnen lernen könne“, verkündete der Hirte der unfehlbaren Fluchtsuchenden- und Klimavertriebenen-Sekte und löste damit weitere Wellen sakrosankter Greta-Erlösungs-Massenpsychose im bunt-verzückten Deutschland mit submissiv-religiöser CO2-Duldungsstarre aus. Feinstaub auf unser Haupt.

 

Fatal, denn gerade Deutschland war in seiner jüngeren Historie stets lemminghaft-anfällig für international-sozialistische Heilsbringer wie Adolf aus Österreich, Erich, Oskar, Heiko, Peter und  Annegret aus dem Saarland. Nicht zu vergessen den Özi aus Spätzle-Anatolländle. Nun ist zur Abwechslung mal Schweden dran. In vielen kirchlichen Einrichtungen stehen die willfährigen Dienste  Minderjähriger gerade hoch im Kurs. Und viele Bischof-Heiner-Köche verderben bekanntlich die Ministrant*Innen mit den possierlichen Nazi-Zöpfchen.

 

 

 

(S-)Exorzismus der Pharisäer

 

Blasphemie, Häresie, Hysterie und Pädophilie gingen in jüngster Zeit Hand-in-Hand in den Kreuzgängen klerikaler Kasteiungs-Kammern. Und als stolzer Ettaler Klosterschüler war ich mittendrin (statt dabei)  im bigott-fröhlichen (S-)Exorzismus der Pharisäer in den dunklen Kutten. Speziell in der Katharsis der christlichen Fastenzeit „schlugen“ die Mönchlein der Gralsritter-Eliteschule nahe dem Passions-geprägten Oberammergau schon mal über die Stränge: Hat unser unwürdiger Berliner Gottes- und Klimaknecht Bruder Heiner zu lange für das teuflische CO2 „gefastet“? Zu tief in seinen Asperger-Uralt-Messwein-Kelch geschaut wie dereinst die Eilige Schwester Margot ins Bierglas? Gott lass diesen Kelch an ihm vorüber gehen und lass es endlich Hirn regnen!

 

Heiliger Strohsack: Am Palmsonntag wird neben Greta Thunberg auch der triumphale Einzug von Jesus in Jerusalem gefeiert. Das Johannesevangelium erzählt davon, wie Jesus auf einem Esel in die Heilige Stadt ritt und von frohlockenden Menschenmassen empfangen wurde. Diese sahen in ihm den Messias und Retter der Welt. Im Matthäusevangelium heißt es, dass die Menschen Jesus zum Zeichen seines himmlischen Königtums Palmen unter Psalmen vor die Füße streuten, sie sind das Symbol der Märtyrer. Fünf Tage nach Palmsonntag ließen die Pharisäer Jesus ausgerechnet am Kar-„Friday-for-Future“ ans Kreuz nageln – hoffentlich klimasensibel aus nachhaltig angebautem Tropenholz …

 

Kreuzzug der Kinder 

 

Schon immer bedienten sich skrupellose Kirchenfürsten gutgläubiger und für ihre Machtzwecke leicht zu manipulierender Minderjähriger und geistig Minderbemittelter. Exakt im Zuge der „Mittelalterlichen Warmzeit“ stieg die religiöse Hitze und Hetze den verwirrten Gläubigen schon damals übermäßig zu Kopf:

 

  • In Köln zog im Jahr 1212 ein „messianischer Knabe“ namens Nikolaus Tausende von Kindern und Jugendlichen „mit fanatischen Reden“ in seinen Bann: Sie seien in dieser „Endzeit“ auserwählt, Jerusalem zu befreien. Dem kleinwüchsigen Heiland seien Engel erschienen, die ihn aufgefordert haben, das heilige Grab von den Sarazenen zu befreien. Das Mittelmeer werde sich vor ihnen teilen und trockenen Fußes würden sie das Gelobte Land erreichen, das „Paradies auf Erden“. 

 

  • Zur gleichen Zeit gelang dem jungen Schäfer Stefan im französischen Cloyes mit gleichlautenden apokalyptischen Prophezeiungen Scharen unbewaffneter Kindersoldaten an dem Ufer der Loire gen Süden in Bewegung zu setzen. Später nannte man diese deutsch-französische Massenhysterie-Kooperation den „Kreuzzug der Kinder“. Ein veritables Himmelfahrtskommando, das letztendendes Zehntausende von Todesopfern forderte.

 

Himmelfahrts-Kommando 

 

  • Zum Weißen Sonntag um die Osterzeit des Jahres 1212 sammelten sich in den Rheinlanden und in Niederlothringen dann Scharen von „pueri“ für ihren Kreuzzug gegen das drohende Unheil. Die Reise der deutsch-französischen Jung-Lemminge war erschöpfend und zerreibend: Eine Chronik aus Köln berichtet, dass bereits vor der Überquerung der Alpen viele der Teilnehmer vor Hunger und Durst märtyrerhaft dahingeschieden seien.

 

  • Über Cremona und Piacenza kamen die minderjährigen Kreuzzügler schließlich in Italien an – damals noch mit „offenen Grenzen“. Der Stadtchronist von Genua vermerkte, dass an die 7.000 Anhänger in die Stadt gelangt seien. Einige hätten die Stadt bereits anderntags verlassen, offensichtlich enttäuscht darüber, dass das Wunder der Meeresteilung ausgeblieben war. In Rom angelangt, haben viele Überlebende Papst Innozenz III. aufgesucht, damit sie von ihrem Kreuzzugsgelübde entbunden würden. Der Papst segnete sie.

 

Für Greta und das Reich Gottes

 

  • Eine größere Gruppe der „Auserwählten Gottes“ versuchte sodann, in Brindisi Schiffe ins Gelobte Land zu besteigen. Die wenigen, denen dies gelang, seien schließlich als Sklaven an die Sarazenen verkauft worden. Nur wenigen Glaubens-Aktivsten gelang die „Umkehr“. Ein Chronist zu Zeiten der Mittelalterlichen Klima-Anomalie vermerkte nicht ohne Hohn, dass diejenigen, die auf der Hinfahrt singend in Scharen gegen Süden gezogen seien, nun kleinlaut, barfüßig, hungrig und von allen verlacht nach Hause gekommen seien. 

 

Es waren die geistigen Vorfahren unser Schulschwänzer-Sekte im Auftrag der „Heiligen der letzten Tage“ – wie dem guten Hirten Bischof Koch: Suizid für das Reich Gottes und Greta Thunbergs. Nach Karl Marx, dem geistigen Vorfahren des roten Kirchenfürsten Reinhard Marx aus Trier, wiederholt sich Geschichte zweimal: Einmal als Tragödie – und einmal als Farce.

 

Diesen Mittwoch wird die Heilige Greta von Bullerbü übrigens zum „Gedankenaustausch“ von Papst Franziskus erwartet und wohl nach Strich und Faden von diesem gesegnet.

 

*PI-NEWS-Autor MAX THOMA ist glücklicher Absolvent des Gymnasiums Kloster Ettal, das seit dem Mittelalter aufrechte Patrioten ausbildete – darunter Prinzen, Ritter, Widerstandskämpfer und spätere bayerische Ministerpräsidenten. Sein Uronkel war der bekannte Schriftsteller Ludwig Thoma, ein Großonkel des Erzbischofs von Bamberg, Joseph Otto Kolb. Zu dieser Zeit stand die katholische Kirche auf der Seite des Rechts und der menschlichen Vernunft. Heute wartet die Kirche auf die göttliche Eingebung. Wohl vergebens.