Oma Duck!

Oma Duck in Ihrem ersten Elektro Auto der Welt? Donald ist schneller. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hüstel-Hüstel!

Surr Surr? oder Töff Töff? 

 

Von GABY RÖHR

 

Schon Oma Duck aus Entenhausen fuhr einen Stromer. Einen „Detroit Electric“. Und den gab es tatsächlich! Der ab 1907 produzierte Detroit Electric war eines der ersten erfolgreichen Elektro-Autos auf amerikanischen Straßen. Prominente wie Thomas Edison, John D. Rockefeller jr. oder auch Clara Ford, die Ehefrau von Henry Ford, fuhren einen Stromer aus Detroit … 

 

 

Nix Töff-Töff, Surr-Surr. Sogar noch früher, im ausgehenden 19. Jahrhundert waren bereits Elektro-Autos entwickelt worden und surrten durch die Lande: 40 Prozent aller Autofahrer machten leise „Surr“. Nur 22 Prozent knatterten mit Benzinstinker, machten laut „Töff-Töff“.  Der große Siegeszug der Stromer blieb trotzdem aus: Viel, viel  zu teuer … Viel zu lange Ladezeiten … Viel zu wenig Reichweite … Immer mehr Käufer wurden abgeschreckt. Oma Duck schließlich auch …

 

 Dünkt uns allen sehr vertraut, gell?!!  Nick! Nickt! In den letzten hundert Jahren hat sich nichts, nada, niente, nothing geändert! Außer der Intention, ein Elektro-Auto zu fahren. Damals ging es vornehmlich darum, mobil zu sein, bequem von A nach B zu kutschieren. Heute wird mit dem heiligen Elektro-Blechle der Planet gerettet. Gläubige Klimawandel-Stopper sind die typische Klientel der Elektromobilität. Denn der elektrifizierte, automobile Weltenretter soll angeblich ein einziges Milligramm Co2 –Ausstoß lautlos durch die Lande surren.

 

E ? Nach 250.000 Km wie D !

 

So weit so gut. Sein moralisches Überlegenheitsgefühl geht leider spätestens bei der Ökobilanz des E-Autos flöten. Herstellung und verbrauchter Strom müssen schließlich auch ins Kalkül gezogen werden. Und da sieht es gar nicht mehr gut aus! Das Fraunhofer-Institut in Stuttgart rechnete aus, dass kompakte E-Autos erst nach 60.000 km umweltfreundlicher als Benziner sind und erst nach 125.000 km in Bezug auf Dieselfahrzeuge.  

 

Noch schlechtere Werte finden sich in einer ADAC-Studie, die das Recycling der Autos mit einbezieht.  Stromer fahren demnach frühestens nach 80.000 km umweltfreundlicher als Benziner und – man höre und staune – erst nach knapp 250.000 km ökologischer als ein Diesel – falls es der Akku der Öko-Kiste überhaupt so lange schafft! Reichweite und Ladekapazität verringern sich nämlich zügig im Laufe der Zeit.

 

GRÜNE Verbote

 

Der Diesel ist also doch gar nicht so böse, wie man uns immer weismachen möchte! Aber ideologisch motivierte LinksGrüne lieben nun mal Verbote aller Art und hantieren daher auch gerne mit unsinnigen Diesel-Fahrverboten herum. Die Gängelung des braven Bürgers macht halt Spaß. Selber schlürft man Wein, Michel darf sich am Wasser laben.

 

Wie auch immer. Die wenig bzw. gar nicht überzeugende Ökobilanz im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist nicht das einzige Problem der Stromer. Die geringe Reichweite ist seit über hundert Jahren DAS Thema. Ähnlich wie sich der bei Benziner- und Dieselfahrzeugen angegebene Kraftstoff-Durchschnittsverbrauch mehr oder weniger nur fürs geduldige Papier eignet, funktioniert es auch mit der angegebenen Reichweite der Elektro-Autos mitnichten. Die in der Werbung propagierte Reichweite spiegelt die Wunschträume der Autokonstrukteure und funktioniert faktisch nur unter absoluten Idealbedingungen.

 

Streetscooter? Eselskarren!!

 

Diese Erfahrung musste auch Sebastian Kraft,  Geschäftsführer einer Stuttgarter Fensterbau GmbH, machen, der voller Enthusiasmus und Stolz Anfang September vergangenen Jahres einen elektrischen Streetscooter in seiner Firma präsentierte. Nur 6 Monate später musste er das Experiment für gescheitert erklären. Der Streetscooter sollte laut Herstellerangaben 80 bis 100 km Reichweite schaffen. An sich schon lachhaft und trotzdem völlige Utopie! Im bergigen Umland von Stuttgart surrte der Streetscooter flott an seine Grenzen. Er schaffte gerade mal indiskutable 50 bis 60 km Reichweite! Hinzu kamen massenhaft technische Ausfälle. An mindestens 40 Tagen  - wohlgemerkt innerhalb von nur sechs Monaten  - war die schwächelnde Öko-Kiste nicht einsatzfähig.

 

Besonderes Schmankerl: Erkennt die Elektronik des Streetscooters einen Fehler, blockt nicht nur das Fahrzeug, sondern es lassen sich auch seine Türen nicht mehr öffnen. Der fleißige Handwerker hat keinen Zugriff mehr auf im Fahrzeug befindliches Material und Werkzeug. Na bravo! Selbst ein Eselskarren ist zuverlässiger und der kostet nur paar Möhren „Kraftstoff“. Aber psssst, sonst kommen die GRÜNEN noch auf Ideen. Das Esel-Taxi wurde ja von der grünen Politikerin Susanne Murer aus Zweibrücken bereits angedacht. Kreativ sind sie, die GRÜNEN. Hüstel-Hüstel!!

 

Nie mehr E nur noch D

 

Nun denn: Fensterbauer Sebastian Kraft jedenfalls zog frustriert seine Konsequenzen. Er unterstützt mittlerweile aktiv die Initiative „Pro Diesel“ und war auch schon auf einer der Demonstrationen für den Dieselmotor in Ludwigsburg dabei!

 

Der brave, steuerzahlende Michel braucht schließlich funktionierendes Equipment, um effektiv und pünktlich seine Arbeit zu verrichten. Merkels Gäste wollen doch auch künftig pünktlich und  großzügig  gepampert werden. Um hinzukommen, wo sie wohnen, braucht man halt ein Töff-Töff. Mit Ladefläche …

 

 

1888 Coburg, Andreas Flocken, deutsches E-Auto. Re: Einer der ersten amerikanischen E-Surrer

 

Oma Duck: leises Surr-Surr! Donald: lautes Töff-Töff. Aber billiger, schneller und viel weiter.