Philister

Anne Will, Sahra Wagenknecht, "gepflegte" Talk-Show (Foto: ARD)

 

 

 

 

 

 

 

 

Minister de Misere und die Pflege

 

Von PETER BARTELS 

 

Der Catwalk Bundestag wurde zum Cat-Sead ARD: Sahra Wagenknecht in Quittegelb, Anne Will bis zu den Fingernägeln Violett. Eierlikör für die LINKE, Katholen-Kreuz für die Gilbende vom Kölner Dom. Jeder wartet auf seine Weise auf Ostern …

 

Talkshow-Thema: „Zwischen Höchstleistung und Überlastung – wann macht Arbeit krank?“ Lauter Fachleute: 

 

  • Die Karikatur des einst preußischen Musterbeamten war da: Ex-Minister de Misere; von manchen auch Thomas de Maizière (65) genannt. 
  • Ein neuer Jungspund der sterbenden SPD, Alexander Jorde (22), viel zu schön, um noch lange Azubi zu sein; Kevin, du Süßer, bald nicht mehr allein … 
  • Ach so, das FDP-Knie Katja Suding (43) auch – ganz in Leder, Rockerbraut. Die schönen Knie leider hinter schwarzen Hosen versteckt …
  • Und dann noch eine Pappnase namens Klaus Lieb (53),“Püchater“, Liebling von SPD-Bildungsministerin Stefanie Hubig. Er ist Klinikchef, sie war Staatsanwältin, Richterin. Beide Rheinland Pfalz. Wir sind die Tramps von der Pfalz …Har! Har“ Toni Marshall …

 

Arbeit macht immer krank …

 

„Wann macht Arbeit krank?“ Keuch! Keuch! Die Scheiße fängt ja schon der Wiege an: Pralle Mama - volle Pampers. Bei Sahra Wagenknecht dauerte es etwas länger: „Stress, Überlastung, Schluß mit volle Pulle in der Partei. Klar, ist auch für jeden SED-LINKEN schwer,  jeden Monat die 11.000 Euro Diäten-Dukaten auf Aktien-Depots hin und her zu schaufeln; ihr Oscar ist dabei mit seiner SPD-Rente längst vom Fleisch gefallen. Schlimm, aber auch …

 

 Geht trotzdem irgendwie, Leute: Ex de Misere hat trotzdem 36 Jahre Politik überlebt. Knie-Katja macht seit 11 Jahren Kickboxen. Und der hübsche Pflege-Azubi Alexander, der mal irgendwie bei einer Maulerei gegen Merkel auffiel, rennt schon pro Schicht 10 Kilometer durch die Gänge, zum Pflegen. Dazu die „Verantwortung für viel zu vielen Menschenleben“ … Und nicht mal neun Stunden Erholung … 

 

Dass jede Hausfrau auf ihren Gängen täglich 11 Kilometer in Wohnung, Garten, Aldi wetzt? Woher soll er das wissen? Keuch! Und so warnt Frau Ministerins Liebling Lieb denn auch: „Der Dauerzustand der vegetativen Übererregtheit kann zu psychischen Erkrankungen führen!“ Immerhinque: „Psychische Erkrankungen haben eine bessere Akzeptanz als früher.“  Springers BILD-Bestman Josef Nyary seufzt unisono mit dem PI-NEWS-Klapperheini: „Schöner Trost …“

 

 Will wirft eine Stinkbombe …

 

Und weil alles so friedlich lief in der Talkshow, läßt Nyary die welkende Will „gleich eine Stinkbombe“ werfen: „Sie sind herumgeschubst worden“, sagt sie zu dem Ex-Verteidigungs- und Ex-Innenminister. „Sie wurden abserviert!“ … Jetzt kommen die Minuten des Philisters de Misere. Er schnieft: „ Ja, es war schmerzhaft“ „Aber mein Abschied war ehrenvoll“ … „Im Nachhinein war es vielleicht ganz gut so …“

 

 Geht noch mehr Spießbürger? Philister?? Dabei hatten die doch schon um die 1200 Jahre vor Christi sogar einen Goliath!! Okay, dann kam der kleine Jude David mit dem Kiesel in der Schleuder… Trotzdem. Spießer de Maizière war zu feige, die deutschen Grenzen vor den Moslem-Horden dichtzumachen … Seine ungelernte SED-„Kanzlerin“ hatte längst einen feuchten Schlüpfer aus Angst vor dem Staatsanwalt der süddeutschen Alpenprawda … Und Deutschland zerrann unter dem Ansturm der Moslem-Meute. Erst die AfD mußte kommen, um zu retten, was fast nicht mehr zu retten ist. Aber Philister de Misere schnieft …

 

Nicht mal hier und jetzt traut sich der Schranzen-Schleimer was auf die eigene Knitter-Kappe zu nehmen, schiebt andere vor: „Wir haben ein solches Maß an Schutzgesetzen, dass manche in der Wirtschaft sagen, das ist schon fast zu viel“ ... Dann: „Es gibt Menschen, die sind einfach überlastet. Aber manche brennen leer, weil sie nie gebrannt haben.“ … Die Sache mit dem Volksmund, der Selbsterkenntnis, dem ersten Schritt … Hopfen und Malz! 

 

Sahra bleibt ausgebrannt …

 

Die  „bis in die Fingernägel violett durchgestylte Will“ (Nyary), „will lieber Krawall“ (nochmal Nyary), blendet ein Zitat ein: „Bernd Riexinger und Katja Kipping werden sich nicht die Mühe machen müssen, mich über Monate wegzumobben“, sagte Sahra Wagenknecht im Oktober 2017. Jetzt begöschert sie: Damals waren da halt „permanente Grabenkämpfe“. Hier bei Anne Will gibt sie sich „altersmilde“: „Ach, wissen Sie, da kam viel zusammen … ich will da jetzt auch nicht Nachtreten …“

 

Nochmal Sahra: „ Die Frage ist, wieviel man noch bewegt, wenn man innerlich immer ausgebrannter wird“… „Ich habe gemerkt, dass ich gesundheitlich einen bestimmten Dauerstress nicht mehr durchhalte“ … Aaaber: „Das bedeutet nicht, dass ich mich völlig aus der Politik zurückziehe!“… Denn: „Ich weiß, dass Millionen Menschen unter noch viel schwierigeren Bedingungen jeden Tag mit Stress, mit Überlastung, mit Überstunden zu tun haben“ ... „Im Unterschied zu Politikern werden sie dafür auch noch sehr schlecht bezahlt, und sie können auch nicht einfach zurücktreten.“ … „Ich will mich weiter dafür einsetzen, dass sich das ändert“ …

 

Philister de Misere grunzt …

 

Nyary notiert den ersten Beifall der gutversorgten ARD-Claqueure, unsereiner denkt: Fang an, Mädel. Siehe oben: „Volksweisheit“… Der Philister grunzt mutig Richtung Quitte: „Das verdient Respekt!“ Parade-Azubi Jorde meckert trotzdem: „Zwölf Tage im Stück in der Pflege arbeiten, zwischen allen drei Schichttypen hin- und herzuwechseln!“… „Im Tarifvertrag steht, dass man bis 21 Uhr abends arbeiten kann und am nächsten Morgen um sechs Uhr wieder auf der Matte stehen muss“. Und dann greint er die Not der heutigen Jugend, die gestern eine Tugend war, raus: „Man muss sich dann noch umziehen, nach Hause fahren…“ Minister de Misere: „Wir brauchen mehr Personal in der Pflege“. 

 

Männchen de Misere kennt sich aus mit Schaum. Mit Rasierschaum auch …