Ehrenwerter Professor!

Historiker Michael Wolffsohn. Eiertanz um die AfD. (Foto: Screenshot)

 

 

 

 

 

 

Wolffsohn versus AfD:

Aus Sorge um Deutschland?

 

Von PETER BARTELS

 

Der Herr Professor Dr. Michael Wolffsohn ist ein ehrenwerter Mann … Jude, Wehrdienst in Israel. Deutscher, Hochschullehrer der Bundeswehr. Autor: “Zivilcourage”. Er hat der AfD wiedermal in den Schritt getreten. In BILD, wo sonst …

 

Der ehrenwerte jüdisch-deutsche Professor: “89 Prozent der AfD-Parlamentarier haben sich auf die Seite des Jüdischen Staates geschlagen. Damit liegen sie sogar noch vor der FDP als Antragstellerin. „Merkel redet, die AfD liefert“, twitterte der namhafte amerikanisch-jüdische Nahost-Experte, Prof. Daniel Pipes.“ Der ehrenwerte Prof. Wolffsohn säuerlich: „Das ist, wenngleich überspitzt, leider wahr.”

 

Was war passiert? Die UNO  wird immer öfter zum Schauplatz anti-israelischer Hetzkampagnen. BILD: Allein 2017 richteten sich 78 Prozent aller Resolutionen gegen Israel, 2016 waren es 77 Prozent, 2015 und 2014 sogar 87 Prozent.” Und:

“Deutschland tut nach Meinung der Liberalen nicht genug gegen diese Hetze.

Die FDP-Bundestagsfraktion hat deshalb einen Antrag formuliert, über den im Bundestag debattiert und abgestimmt wurde. CDU, CSU, SPD GRÜNE und LINKE schmetterten ihn ab. Grund: Die AfD hatte signalisiert: Wir sagen “Ja” zum FDP-Antrag, Ja zu Israel …”

 

Was stand im Antrag? BILD: Die Bundesregierung solle sich „klar von einseitigen, politisch motivierten Initiativen und Allianzen antiisraelisch eingestellter Mitgliedsstaaten (...) distanzieren“ und damit besonders den „politischen Kräften im Nahen und Mittleren Osten“ entgegenwirken.

 

Sie haben es der AfD leicht gemacht …

 

Der ehrenwerte Herr Professor Wolffsohn: “Die Nein-Sager aus CDU/CSU, SPD und Linke und auch die Grünen-Enthalter riskieren nicht nur das Ende israelisch-amerikanischer Hilfe beim Anti-Terror-Kampf. Ob sie es wollten oder nicht – sie haben es der AfD leicht gemacht, sich von ihrem schmuddeligen, neu-braunen Kern zu distanzieren.”

 

Der ehrenwerte Herr Professor: „Dank“ jener Abstimmung wird man fortan die AfD nicht mehr pauschal als antisemitisch, antiisraelisch oder antizionistisch bezeichnen können, ohne der Unglaubwürdigkeit bezichtigt zu werden, denn: Wer selbst im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.”

 

Man muß diesen ehrenwerten Mann nicht aus gehabter journalistischer Erfahrung  kennen, wie unsereiner. Man „kennt“ ihn halt ein bißchen frei nach Luther: “Wes Brot ich ess des Lied ich sing". Wobei: Wolffsohns Füße trugen/tragen ihn natürlich nie soweit, dass sie über Ausschwitz hinweglatschen -  6 Millionen Nazi-Mordopfer schaffen nicht mal Blinde zu übersehen ... Aber immer ein bißchen gegen die jeweils unpassende israelische Regierung darfs schon sein. Und immer im Wind des jeweiligen Zeitgeistes. Je nun, diesen einen Jüdischen Spruch sollte er eigentlich kennen: „Was nützt mir meine Weisheit, wenn die Dummheit regiert?“

 

Von Juden und Knobloch-Juden

 

Denn natürlich weiß der ehrenwerte Herr Professor, dass die AfD von Anfang an für Israel war. Ohne wenn und aber. Mindestens genauso, wie Millionen Deutsche beim Sechstage Krieg über Nacht zu “Juden” wurden. Aber für die “linksliberalen” Knobloch-Juden ist die AfD nun mal vom Teufel. Nazi-Teufel. Weil ein paar ewig Verlorene, ob in Deutschland, Rußland, Amerika, England, Frankreich oder überall, sich mit braunem Dreck an den Knobelbechern auf Sütterlin durch die Kommentar-Anhängsel auf  Social Meedia krakeln und krakeelen … „Kern“? Wie blind darf Macht machen? 

 

Der ehrenwerte Herr Wolffsohn aber greint: „Gegner des FDP-Antrages haben jetzt nicht nur die AfD salonfähig gemacht. Sie haben zugunsten parteitaktischer Spielchen Inhalt und Haltung deutscher Politik geschadet. Sie haben die parlamentarische Säule unserer Demokratie geschwächt.“ Schließlich ruft er wie von der 100 Meter steilen Brüstung Masada, der Selbstmord-Festung der Zeloten beim Toten Meer: „Wissen sie, was sie tun?“

 

Weiß der ehrenwerte Herr Professor (71), was er tut? Nun ja, manche Juden mögen weise sein. Nathan war nur einer. Pharisäer sind viele. Jedenfalls in Deutschland. Hier leider nicht nur in der Jüdischen Gemeinde …