Meuthen & Maische

Prof. Jörg Meuthen, AfD Chef: Großer Auftritt bei MAISCHBERGER (Foto: ARD)

 

 

 

 

 

 

Licht aus, Majestät ! Die 

Germans kommen schon wieder …

 

Von PETER BARTELS

 

Wenn es Mitternacht wird in Deutschland, kommt einmal die Woche Blitzmädel MAISCHE, die Luftwaffenhelferin der ARD. Und ein Rucksackschweizer namens Dringenberg aus Duisburg beendet in der Diasbora der Millionäre, der schönen Schwyz, abrupt seine präsenile Bettflucht, geht Schnarchen. Bei der Queen im Palast dagegen werden die Lichter wie in den V1-Nächten abgedunkelt: Deutschlands Wunderwaffen bombten die Brexit-Briten mal wieder in die richtige Richtung: „Babylon“ Brüssel …

 

Diesmal waren sogar zwei Kollaborateure aus dem Ausland als Flakhelfer dabei: Aussenminister Jean Asselborn (69) aus dem Zwergstaat Luxembourg … Und der britische Politikwissenschaftler Anthony Glees (70). Beides Greise. Also Weise? Leider nur Waise ... Der Sozialist, der immer noch versucht, mit dem lichten Resthaar hinten einen „Entenschwanz“ aus den 50zigern hinzuföhnen: „Scheiße, noch mal, was die Briten da machen!“ … Der Politwissenschaftler mit der Brüllkrawatte (BILD-Bestman Nyary: „Zirkusschlips“): „Die Queen muß in den Brexit-Streit eingreifen … Beim Tod von Diana hat‘s doch auch geklappt … Wörtlich: „Das ist kein Scherz!“

 

Der Scherz geht in die Hose, Herr Professor: Bei Diana rief das Volk nach dem traurigen Union Jack auf dem Palast, erst dann kam die Queen. Heute will mehr als die Hälfte seit zwei Jahren weg von den Suff- und Freßköppen vom Festland EU-ropa. Und das paßt Merkel und Meute natürlich überhaupt nicht. Und so barmt ARD-Maische: „Brexit-Drama: Kann das Chaos noch verhindert werden?“  Ein Deal nach dem anderen wird vom Parlament  im Unterhaus abgeschmettert. Professor Glees: „Theresa May saß da wie ein Vogel mit zwei gebrochenen Flügeln.“

 

Wenn Babylon Brüssel die Deutschen nicht hätte …

 

Rolf-Dieter Krause (68), gestern ARD-Studiochef Brüssel, also Spitzen-Gebührenkohle, heute ARD-Rentner, also wieder Spitzen-Gebührenkohle. Er trauert offensichtlich den herrlichen Freßtempeln in Babylon Brüssel nach, droht: „Als Einzelstaaten werden wir in der globalisierten Welt nicht bestehen.“ Und: „Die Engländer wollen mit uns Fußball spielen, aber dabei die Hand benutzen!“

 

Dirk Schümer (56), Journalist von Welt (Wohnsitz Venedig) für die WELT (Redaktion Berlin): „Der Brexit erinnerte mich erst an Shakespeares Dramen, jetzt kommt es mir vor wie bei Monthy Python! Die Engländer haben sich benommen, wie ein Empire (was sonst waren/sind sie?): Nebel über dem Kanal? Also schnell weg …“ Sein Popper-Haircut erinnert an die holden 80ziger; schön war die Zeit, so schön … ohne die Merkel-Macrönchen-EU.

 

Anja Kohl (48), ewig bleiche ARD-Börsen-Greinerin, sorgt sich um die deutsche Automobilindustrie,  bibbert aber auch ein wenig für die Brits: Das Königreich könnte auseinanderbrechen … Und: Das Finanzzentrum der Londoner City würde beim Brexit flachgelegt“. Sandra Maischberger witzelt (Huch!): „Dann würden da die Mieten billiger!“

 

Ihr Auftritt, Professor AfD …

 

Prof. Jörg Meuthen (57) gibt Entwarnung. Seine „Bombe“: Der Gesunde Menschenverstand. Der AfD-Chef spottet: Ich höre immer Chaos, Drama, Katastrophe“ – alles Quatsch … Die EU wollte die Briten bestrafen“... „Ich bewundere die Engländer für ihren Pragmatismus“ … „Wenn der Brexit kommt, wird es sein, wie damals, nach der Wende, als Tschechien und die Slowakei sich trennten“ … „Alle drohten, aber alles hat geklappt“ … „Beide stehen heute wunderbar da. Jeder für sich“ …

Der rote Aussenminister des Zwergstaates (590.667 Einwohner) wird krebsrot („Wir sind kein Kleinstaat, wir sind ein kleiner Staat!“), blafft Meuthen an: „Falsch! Ich war 17 Monate lang dabei! Wir haben uns nur an die Regeln gehalten!“ … Ach sooo; gefressen, gesoffen, geschwafelt. Aber der AfD-Professor bleibt sachlich: „Statt den Briten Rosinenpickerei vorzuwerfen, hätte man mit ihnen besser verhandeln sollen.“

 

Meuthens Stunde der Wahrheit …

 

Josef Nyary haut nächtens in die Tasten: „Krause wird das schicke Halstuch eng: „Die EU habe doch versucht, es den Briten so glatt wie möglich zu machen“  ruft er erregt.“ … Doch des AfD-Professors großer Auftritt kommt noch: „Wenn Sie Schuldige suchen, müssen Sie die bei Frau Merkel suchen“, schmettert er unter die Ritter der Schwafelrunde. Und erinnert daran, wie der frühere Briten-Premier David Cameron überhaupt erst auf die Idee verfallen sei, über einen Brexit abstimmen zu lassen: „Merkel hat ihn da reingetrieben!“

 

Wieder AfD-Professor Meuthen: „Als die Engländer nach den  Wanderungsbewegungen der Abertausenden Flüchtlinge das Chaos sahen, das Frau Merkel hier angerichtet hat, haben sie gesagt: Das wollen wir in Großbritannien nicht haben!“ Die Deutschen auch nicht, Professor, seitdem wählen sie die AfD …

 

Jetzt aber Krause, sein längst verrutschtes Halstuch hilft auch nicht mehr beim Altmänner-Truthahnhals: „Sie regen sich über muslimische Einwanderer auf. Die Engländer haben sich aber über Zuwanderer aus Osteuropa geärgert!“ Da läuft der englische Professor  Glees prompt zum AfD-Mann über: „Die äußere Sicherheit aufrecht zu erhalten wäre die erste Pflicht gewesen … Die Grenzöffnung der Kanzlerin … Das haben Sie nicht dicht gemacht … Und das war wirklich ziemlich blöd!“ … Was soll man zum gefühlt 1001. Mal sagen - wo er recht hat? Glees hat recht … Meuthen hat recht … Die AfD hat recht … Deutschland hat recht …

 

Dann schlägt es Mitternacht…

 

Der geföhnte Luxembourger greint: „Wollen Sie Stacheldraht wie die Ungarn?“ „Welt“-Schümer gibt Asselborn einen mit: „Der Wagen ist mit 60 aus der Kurve geflogen. Jetzt fahren wir 120, damit das endlich klappt.“ Nyary staunt: „Krause duldet jetzt keinen Widerspruch mehr. Am Schluss schlägt er fast um sich … Es wird so hitzig, dass die Talkmasterin Mühe hat, pünktlich den Stecker zu ziehen. Uff!“…

Vor allem läßt das Halstuch die Katze aus dem Körbchen: „Die EU soll endlich auf das Einstimmigkeitsprinzip der noch 27 Staaten verzichten,  dann kann eine „Koalition der Willigen“ mit „qualifizierter Mehrheit“ alles entscheiden.“

 

Achsooo … Honecker, wir kommen! Ach, was, mit der EU sind wir ja längst da. Engelland, du hast es bald besser …