Häppy Börsday

Neulich Alice Weidel und Broder, jetzt Erika Steinbach und Matussek (Foto:privat)

 

 

 

 

 

 

 

Schon wieder ein Nazi?

 

Matussek, BILD und Reinhold das Nashorn!

 

Von PETER BARTELS

 

Als unsereiner vor „148 Jahren“ gemeinsam mit Carlo von Tiedemann den „40.“ feierten, waren fast alle da, die Millionen liebten: Peter Alexander, Caterina Valente, Rudi Carrell, Wim Thoelke, Udo Jürgen, Heldentenor Peter Hofmann, Roland Kaiser, Rex Gildo, Peter Orloff …

 

Und Ministerpräsident Uwe Barschel !! Ja, der mit dem „Ehrenwort“. Er brachte sogar die Silberne Ehrenmedaille von Ludwig Erhard mit: „Happy Birthday!“ Sonntags drauf brummelte Bundesfilmpreisträger Will Tremper in der WamS: „Jetzt feiern sogar schon 40jährige ihren Geburtstag!“ 

 

Wir mußten den Hamburger „HSV-Bierbrunnen“ in der Rothenbaum Chaussee mit Zelten einrüsten, damit die 650 Gäste sich am kilometerlangen Buffet durchfuttern konnten. Sexy Rexys Cartier-Wecker klingelt noch, das versilberte Pferde-Kumet von Peter Orloff hängt noch irgendwo an der Wand, die Duell-Pistolen von Wim Thoelke auch ....

 

Jetzt feierte Matthias Matussek seinen „65.“ Ebenfalls Hamburg. Aber in seiner Wohnung, Winterhude. Natürlich Gäste. Handverlesen: Von BILD: Postbote Franz Josef Wagner, vom „Spiegel“: Jan Fleischhauer, Alexander Smoltczyk, Martin U.Müller, von der ZEIT Ulrich Greiner, vom FOCUS Stephan Stephan Sattler, vom „Stern“ Jochen Siemens. Ein bißchen „Who is Who“ der Journaille. Freunde gestern, heute, morgen ….

 

Von Nazis und Weggefährten

 

Die nachträgliche „Gesichtskontrolle“ schon bei BILD. Da waren Matusseks Ehemalige zwar noch „renommierte“ Spiegel-Kollegen ... Die langjährige CDU-Politikerin Erika Steinbach (75) aber nur noch „AfD-Frontfrau“ … Dieter Stein (51) von der konservativen „Jungen Freiheit“„ Chef des Rechtsaußen-Blatts. Uuund Mario Müller(31), sogar ein „vorbestrafter Rechtsextremer und Spitzenkader“ der „Identitären Bewegung“. BILD, offenbar kurz vor dem rot-grünen Erstickungstod: „Müller ist 2012 verurteilt worden, weil er einen Antifa-Aktivisten mit einem selbstgebastelten Totschläger (Socke mit Hantelmuttern) schwer verletzt hatte.“

 

Zum Glück war da auch Reinhold Beckmann (63), Ex-„ran“-Rabbatzmacher (Fußball) und späterer ARD-Talker. Der wurde von BILD natürlich gleich  liebevoll und unterwürfig zum „Weggefährten“ von Matthias Matussek geadelt. Was die beflissenen Blattmacher, die heute auf die halbe Million zu rasen (gestern 5 Mio), nicht davon anhielt, aus linkem Hals zu röcheln: „Es war wohl eine der seltsamsten Geburtstagspartys des Jahres!“. 

 

Vom Vorzeige-Linken zum Nazi?

 

Um dann entsetzt die Hände über dem Springer-Dach  zusammen zu schlagen, BILD: „Was war geschehen? Matussek („Wir Deutschen“), einst linker Feuilleton-Chef beim „Spiegel“, später „Welt“-Autor … Vorzeige-Linker und Alt-68er, beschreibt sich selbst seit Kurzem als „Frauenfeind, Nationalist, Dunkelkatholik“. Er überraschte seine Gäste mit einer ganzen Schar ausgesprochen konservativer bis rechts-nationaler Freunde.“

 

Dann zitierten die eilfertigen Leservertreiber hechelnd Reinhold Beckmann von seinem Twitter-Account: „Kaum noch alte Freunde. Dafür viele neue rechte Gesinnungskumpel. Wie bitter.“ Und er flennt in strammer Selbstkritik, sich wieder und wieder nach links verbeugend: „Was mir nicht ganz klar war, als vor Wochen die Einladung kam,  in welcher Gesellschaft er da tatsächlich seinen Geburtstag feiern würde. Klar, ich hätte es mir denken können. Ich muss zugeben, ich habe mich da verlaufen, ich hätte dort nicht hingehen sollen. Es ist einfach nichts mehr da vom alten Matussek. Wie bitter…“

 

Reinhold Beckmann & Bob Dylan

 

Und so entlarvte sich Beckmann als Reinhold das Nashorn, legendärer Comic von Henri Nannens STERN, leider auch als typisches Charakterschwein, das man seinem besten Feind nicht wünschen mag. Er griff zur Klampfe und knödelte den uralten Bob Dylan  „Things have changed“: „Die Leute sind verrückt geworden, die Zeiten sind obskur …“ 

 

Natürlich kann man das „so“ oder auch so wie Beckmann sehen. Und der sieht es sooo: „Er sollte was zu kauen haben. Schluckbeschwerden bekommen. Ich wollte so meine Widerworte gegen seinen Irrweg setzen.“

 

Der beste Feuilleton-Chef, den der „Spiegel“ je hatte, nennt Merkels Medien-Meute heute einen kümmerlichen Haufen angepasster Kugelschreiberträger.

 

Unsereiner grinst die beiden Duellpistolen von ZDF-Showmaster Thoelke (Gott hab ihn selig) an. Matussek mag die  „spezielle Krawatte“, die ihm jemand schenkte („der gleiche Krawatten-Typ“ den  auch AfD-Parteichef Alexander Gauland trägt“, ächzt BILD), tragen oder nicht. Hauptsache, er grinst auch …