Millitaristenschwein!

Sein Denkmal vor dem Rathaus in Köpenick. (Foto: BERLIN-Jetzt) 

 

 

 

 

 

Millitaristenschwein!

 

Ab sofort verboten: Der Hauptmann von Köpenick!!

 

Von PETER BARTELS

 

 Klo für Gender … Nazi-Zöpfe für Kita-Kinder … Betreutes Lachen im Karneval … Nichts mehr ist unmöööglich in Germoney-Land, dem Paradies für Millionen Merkel-Moslems. Berlin first!! Höchste Arbeitslosenquote … Höchste Mieten … Höchste Schulden. Trotzdem: Einer geht immer noch! Der Rot-Rot-GRÜNE Senat hat gerade posthum den „Hauptmann von Köpenick“ verboten. Das Bronzedenkmal sollte ins UNESCO-Kulturerbe aufgenommen werden. Die Schilda-Senatoren: „Zu militaristisch”….

 

Der Berlin-Blog „Jetzt“ meldet: „Seit eineinhalb Jahren bemüht sich ein Verein unter Vorsitz des früheren CDU-Bundestagskandidaten Niels Korte um das Projekt. Die Berliner Zeitung berichtet jetzt, dass der rot-rot-grüne Senat dem Köpenicker SPD-Abgeordneten Robert Schaddach, der die Idee ebenfalls unterstützt, mitgeteilt habe, man “sei von der Bewerbung mit dem Titel ‘Der Hauptmann von Köpenick und die Köpenickiade’ nicht überzeugt. Das “Landes-Expertengremium” habe die Idee abgelehnt. Kultursenator Klaus Lederer (Linke) teile diese Auffassung.“

 

Und weiter: „In einem Schreiben an die CDU führte der Senat dazu aus: „Da die Köpenickiade mit dem deutschen Kaiserreich und dem preußischen Militarismus verbunden und nicht mehr zur Identifikation geeignet ist, ist fraglich, ob und welche Bedeutung sie in unserer heutigen Gesellschaft noch hat beziehungsweise haben könnte.“

 

Im Namen Seiner Majestät …

 

Tatsächlich ist die Geschichte des Hauptmanns von Köpenick k e i n e Verherrlichung des Militarismus, sondern genau das Gegenteil. Der Kleinkriminelle Schuster Wilhelm Voigt kaufte sich in Carl Zuckmayers Theaterstück eine gebrauchte Hauptmannsuniform, übernahm das Kommando über ein Zug zufällig vorbeikommender Gardesoldaten, besetzte das Rathaus, ließ die Ausgänge schließen und untersagte den Beamten und Besuchern „jeglichen Verkehr auf den Fluren“. Dann ließ er „im Namen Seiner Majestät“ den Oberstadtsekretär Rosenkranz und Bürgermeister Georg Langerhans in ihren Amtsstuben festsetzen und Kassensturz machen …

 

Wider dem wiehernden Amtsschimmel

 

Des Schusters Protest gegen den wiehernden preußischen Amtsschimmel: Keine Papiere – keine Arbeit … Keine Arbeit – keine Papiere! Deutschland lachte sich scheckig. Kaiser Wilhelm Zwo dito. „Donnerwetter! Doller Mann!!“ Nur der Amtsschimmel maulte. Die ewige Geschichte von Unterdrücker, Untertan und Ungehorsam. Der – endlich – den  Militarismus,  den deutschen Untertanengeist im Angesicht einer Offiziersuniform anprangerte.  Als Heinz Rühmann 1956 den Hauptmann von Köpenick spielte, schmunzelten wieder Millionen Deutsche. Als Rudolf Platte die Hauptmannsuniform anzog, lachten sie etwas nachdenklicher. Als Harald Juhnke des Kaisers Soldaten kommentierte, staunten alle: Det kann der also ooch, nich nur Saufen…

 

Wo kommen wir denn dahin?

 

Hier liegt der wahre Grund für die Ablehnung des rot-rot-grünen Berliner Amtsschimmels: Wenn die UNESCO den aufmüpfigen Hauptmann von Köpenick tatsächlich zum Vorbild veredelt, weckt sie vielleicht ungewollt nicht nur den Unmut, sondern auch den Ungehorsam  im heutigen Untertan. Und das können sich doch die Ursupatoren der Macht nicht bieten lassen. Wo kommen sie denn da hin? Möglicherweise zur Demokratie !! Wäre ja noch schöner … Und schlimmstenfalls der finale Gau: Die Herr*innen müßten wieder arbeiten. Pass und Papiere haben sie ja. Im Gegensatz zum Hauptmann von Köpenick …

Bronze Statue

"Hauptmann" Schuster

Friedrich Wilhelm Voigt.

Am 16.Oktober.1906

marschierte er mit dem

1. Garde Regiment,

10 Soldaten, ins Rathaus 

von Köpenick in Berlin.