Brumm, Summ, Dumm

Jan Fleischhauer und  die Grüne Katharina Schulze bei MAISCHBERGER (Foto: WDR/Max Kohr)

 

 

 

 

 

Brumm, Summ, Dumm

 

Biene Maische und der große, böse Wolf 

 

Von PETER BARTELS

 

Die Bienchen summen, die Bauern brummen, 

die Wölfe jagen, die Hirten klagen, 

und Sandra Maischberger stellt die Fragen“ 

 

Für diesen Einstieg in die Maischberger-Kritik hätte ich Josef Nyary once upon a time mit einer  Flasche Moet&Chandon ausgezeichnet. Vor versammelter Redaktion ... Ja, es gab tatsächlich mal die Tage des „Pullen-Pulitzers“ bei BILD. Auf diesem Wege noch mal: Gratu, Josef! 

 

Mittwochabend, wie üblich zur Rentner-Zeit: „Was ist uns der Naturschutz wert?“ Alle waren da aus der großen, weiten Stadt. Vor allem die GRÜNE Katharina Schulze (33), Beruf: Schülersprecherin. Und Jan Fleischhauer (56), seit Matthias Matusseks Abgang, der allerletzte Redakteur mit Gesundem Menschenverstand bei den Spiegelbaronen …

 

Thema: Der große, böse Wolf u n d die emsigen, angeblich sterbenden Bienchen. Rotkäppchen hätte seine Großmutter auf der Stelle selbst gefressen … Biene Maja die GRÜNE Schülersprecherin mit der Fliegenklatsche erschlagen. Und die Rothaut  mit dem SED-Steckschuß im Rücken dazu. Erst recht den quakenden SED-Wetterfrosch, also sowohl Andreas Kieling (59) als auch Karsten Schwanke (50) …

 

Schmelzkäse fürs Kurzzeitgedächtnis

 

Nyary seufzte am Ende seiner Kritik für BILD: „Populistischer Schmelzkäse fürs Kurzzeitgedächtnis … Das war ein Talk der Kategorie „Naturtrüb“ (nochmal Prösterchen, Jupp!).  Maischbergers Fakten: 73 deutsche Wolfsrudel … 1600 tote Nutztiere ... Einspieler: Siedlung, Häuschen mit Garten und Zaun. Papa: Mein Sohn (5) zog sein Schwesterchen (3) schnell ins Haus. Draußen am Zaun knurrte Isegrimm. „Die Angst ist da“, nickte der Wetterfrosch, der früher für Jörg Kachelmann (ja, den …) Freiübungen vor dem Wetterscreen turnte. 

 

Sofort hustete der „Steckschuß“ mit den gilbenden Zotteln los: „Das kleine Kind löst keinen Beutereflex aus … Es geht nicht um Altenheime und Kindergärten ... Wir sind das wildreichste Land Europas … Der Wolf hat eine ökologische Aufgabe zu erfüllen!“ Dann jaulte sich die „Rothaut“ GRÜN: „Wie viele Kinder sterben denn jedes Jahr im Straßenverkehr? … Behauptete: „Seit 1950 gab es nur neun tödliche Unfälle durch Wölfe!“ 

 

Klingt wie die rotgrünen Beschwichtigungen nach der 1001 Einzelfall-Vergewohltätigung einer blonden, weissen Frau durch Merkels Gäste? Remember for Eternity: „Frauen werden von eigenen Männer viel öfter …!! Jawoll, ja, wir haben längst gelernt: Nachts ist es kälter als draussen. Und beim Putzen fallen auch mehr Frauen von der Leiter. Oder aus dem Fenster …

 

Der Wolf ist ein fauler Hund!

 

Da ist auch eine nette, mollige Dame, draussen rot, drinnen FDP-Gelb, Bundestagsabgeordnete, trotzdem Bäuerin, also vom Land: Ich bin selbst Mutter und nehme die Gefahr sehr ernst …“ Das „Rotgesicht“ Kieling heult dazwischen: „Wissen Sie, wie viele Kinder in der Landwirtschaft verunglücken?“  Dann: „Ich fühle mich für den Wolf verantwortlich! … Wir missachten das Lebensrecht dieser Tiere!“ Schon wieder remember: Am deutschen Wesen … 

 

Diesmal wagt Ronald Rocher (49), der nette Schäfer mit der dreireihigen Weste einen fast demütigen Seufzer: Aber 50 tote Schafe in drei Jahren ... Der Wolf ist ein fauler Hund, er holt sich, was leicht geht …“ Der „Steckschuß“, der nach der Fluß-Flucht mit Sechzehn (Peng!) weit weg von der DDR-Grenze, bis in die Eiffel lief, rotzt höhnisch: „Ich weiß nicht, wie viele Osterlämmer wir verspeisen, wie viele Lebensmittel wir wegwerfen!“ Der Schäfer mault leise: „Der Wolf soll woanders fressen, aber nicht meine Schafe!“

 

Die GRÜNE Stadt-Pomeranze, grüner Fummel, schwarze Nylons, schicke Stadt-Stifelettchen, Permanent-Grinsen macht aus ihrem wahren Herzen keine Mördergrube: „Wir müssen „ganz pragmatisch rangehen“, und zwar mit „schnellen bürokratischen Ausgleichszahlungen“ für jedes tote Schaf.“ Natürlich verbessert die GRÜNE Souffleuse MAISCHE gleich hilfreich: „Unbürokratischen!“ Freud kicherte diesmal nicht mit der Maischberger-Runde, weil er wußte: Sie meinte wirklich „Planwirtschaft“ … BILD-Bestman Nyary: „Die FDP-Bäuerin verlangt ein „Wolfsmanagement“, und zwar mit scharfem Schuss, denn „Jäger haben das grüne Abitur “ – sie könnten Wölfe „artgerecht schießen.“ 

 

Bienen wie Dinosaurier?

 

Und dann lässt er die GRÜNE Schulsprecherin beim angeblichen BIENENSTERBEN „Gas geben“:  „Wir haben das größte Artensterben seit dem Aussterben der Dinosaurier“. Dann wieder SED-Sozialisten-Sprech: „Wir müssen  den ökologischen Landbau mit „Subventionen umschichten“. Also wieder Planwirtschaft! Im übrigen juchzt sie über das bayerische „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ als wäre es ihre Idee gewesen. Worauf die rote FDP-Bäuerin Carina Konrad (36) trocken trotzt: „Die Anzahl der Bienenvölker steigt seit Jahren!“ 

 

 800.000 Völker … 60.000 Bienen pro Volk … 50 Milliarden Bienen …  20 bis 30 Kilo Honig pro Volk/Jahr … Für 130.000 Imker und 25.000 Tonnen Honig … Mampf pro Kopf/Jahr: 1,1 Kilo … so neulich Gaby Röhr unwidersprochen.

 

Der letzte „Spiegel“-Mohikaner Jan Fleischhauer: „Sie reden über Bienen, über Wanzen reden Sie nicht!“ … Hauptursache für das Insektensterben sei die Energiewende: Riesige Flächen werden artenarm mit Mais zugepflanzt, für Biogas und Biosprit. „Hauptverantwortlich: Die Grünen!“ Und referiert „donnernd“ über den Zusammenhang zwischen Öko und Kasse: „Wenn Ihnen die Bienen sooo am Herzen liegen, dann sagen sie auch, dass die Preise mit Bio deutlich gestiegen sind.“

 

 

Planwirtschaft von Ochs und Esel

 

Die rotgewandete FDP-Konrad sarkastisch: Darum kaufen 90 Prozent eben kein Bio, sondern preiswerte Produkte der konventionellen Landwirtschaft!“ Das „Permanent-Grinsen“ kontert ungerührt wieder mit Planwirtschaft: „Der Bio-Umsatz steigt… Der Staat muß helfen … In Kantinen, Behörden, Schulen, Universitäten darf nur noch Bio verkocht werden.“ Jau, genau so geht die Planwirtschaft von Ochs und Esel …

 

Wieder „Spiegel“-Fleischhauer: „1200 Milliarden Insekten sterben jedes Jahr durch die Rotorblätter der Windkrafträder (Quatsch, Kollege, aber durch den Infraschall der Rotoren!). Maischberger (sic) legt nach: Und „250 000 tote Fledermäuse ... Warum also bremsen die GRÜNEN beim Brückenbau, um die kleinen Vampire zu schützen? Die Permanent-Grinserin „schwafelt“: „Wir müssen alle an einen Tisch bringen.“ Der „Spiegel“-Mann höhnt: „Wie wollen Sie denn die Fledermäuse an einen Tisch bringen?“ Maischberger: „Die Dinge sind komplex.“

 

Lieber Gott, wann kommst Du? Okay, die Sachsen first …